Elektromobilität Tesla erhöht die Supercharger-Preise zum vierten Mal im Jahr 2021

Steigende Strompreise veranlassen auch immer mehr Ladesäulen-Anbieter, die Kosten für das Laden von Elektroautos zu erhöhen. Tesla dreht in Deutschland nun bereits zum vierten Mal im Jahr 2021 an der Preisschraube. Wir zeigen, wo sich die Kalifornier nun im Wettbewerb einordnen.

Supercharger-Laden kostet in Deutschland jetzt 45 Cent pro Kilowattstunde.
Supercharger-Laden kostet in Deutschland jetzt 45 Cent pro Kilowattstunde.
(Bild: Tesla)

Aus 36 mach 37, dann 40 und nun schließlich 45 Cent: Binnen eines Jahres sind Ladepreise pro Kilowattstunde an Teslas Supercharger-Säulen in Deutschland viermal gestiegen. Wie gewohnt kommunizieren die Kalifornier ihre Preiserhöhungen nicht selbst. Mehrere Kunden machten in Online-Netzwerken zuletzt darauf aufmerksam.

Doch nicht nur Deutschland ist betroffen. Laut dem Portal „Teslamag“ wird das Laden bei Tesla auch in anderen europäischen Ländern teurer. In Frankreich steigen die Prerise demnach von 37 auf 40 Cent, in Spanien von 29 auf 36 Cent.

Auch andere drehen an der Preisschraube

Tesla befindet sich mit seiner Aktion in guter Gesellschaft. Beispielsweise hatte Fastned erst kürzlich an der Preisschraube gedreht und die Kosten pro kWh von 59 auf 69 Cent erhöht. Das zeigt auch: Tesla ruft nach wie vor vergleichsweise niedrige Preise hierzulande auf. Bei EnBW, dem größten Schnellladeanbieter hierzulande, kostet die Kilowattstunde nach einer Preiserhöhung um 7 Cent im Juli je nach Vertrag und Grundgebühr 46 Cent. Zu den teuersten Anbietern für Drive-by-Lader zählt nach wie vor Ionity mit 79 Cent pro kWh.

In Deutschland betreibt Tesla inzwischen mehr als 1.000 Supercharger an über 90 Standorten. Weltweit besteht das Netz aus 30.000 Ladesäulen an mehr als 3.000 Stationen. Nach und nach wollen die Kalifornier ihre Supercharger auch für Elektroautofahrer anderer Marken öffnen. In den Niederlanden haben Elon Musk und Co. damit bereits begonnen.

Tesla betont immer wieder, dass die eigene Ladeinfrastruktur nicht auf Profit ausgelegt sei. Laden solle an Superchargern immer „deutlich günstiger“ als Tanken bleiben.

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