Bahntechnik Stadler und HEAG mobilo rüsten TINA-Straßenbahn mit Schwingungstilgern aus

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Stadler und HEAG mobilo wollen die Erschütterungen an verschiedenen Streckenabschnitten in Darmstadt minimieren. Dafür wird eine TINA-Straßenbahn erstmals mit zusätzlichen Schwingungstilgern ausgerüstet, die seit diesem Monat unter realen Betriebsbedingungen getestet wird.

In Darmstadt erproben Stadler und HEAG mobilo Schwingungstilger gegen Vibrationen im Straßenbahnverkehr.(Bild:  HEAG mobilo)
In Darmstadt erproben Stadler und HEAG mobilo Schwingungstilger gegen Vibrationen im Straßenbahnverkehr.
(Bild: HEAG mobilo)

Die Schwingungstilger sind Bauteile, die direkt an den Fahrwerken der Straßenbahn montiert werden. Sie dämpfen bestimmte Schwingungen, die im Rad-Schiene-Kontakt entstehen und verringern deren Übertragung im Gesamtsystem aus Fahrzeug, Gleis und Untergrund. Die anstehenden Messungen sollen zeigen, wie wirksam die Tilger die Vibrationen im Darmstädter Netz reduzieren können.

Tests in Gebieten mit erhöhten Erschütterungswerten

Die Messungen sind Mitte November an ausgewählten Standorten in Eberstadt, Seeheim und Arheilgen geplant. Damit legen HEAG mobilo und Stadler ihren Schwerpunkt auf Gebiete, von denen aus früheren Untersuchungen erhöhte Erschütterungswerte mit gleicher Methodik dokumentiert sind. Durch den Vergleich eines mit Schwingungstilgern ausgerüsteten Fahrzeugs mit anderen Fahrzeugen soll nun die Wirksamkeit der neuen technischen Maßnahme überprüft und belegt werden. Bereits seit Anfang November finden im Liniennetz Testfahrten statt, um letzte Anpassungen am Tilger vor den Messfahrten durchzuführen. Die Messkampagne knüpft an die bisherigen Untersuchungen beider Unternehmen an, mit dem Ziel, die Funktion des Tilgers optimal abzustimmen. „Der Schwingungstilger hat bei Tests in Basel vielversprechende Ergebnisse gezeigt“, erklärt Ansgar Brockmeyer, stellvertretender Group CEO bei Stadler die Maßnahme. „Nun wollen wir gemeinsam mit HEAG mobilo prüfen, welchen Beitrag diese technische Lösung auch in Darmstadt zur Reduzierung von Vibrationen leisten kann.“

Neue Fahrzeug-Software optimiert Antriebs- und Bremsverhalten

Parallel dazu, fanden weitere Verbesserungen an den Fahrzeugen statt und werden in den nächsten Wochen umgesetzt: Eine aktualisierte Fahrzeug-Software soll das Antriebs- und Bremsverhalten besonders bei herbstlichen Witterungslagen positiv beeinflussen. Zudem wird die Mehrzweckfläche im Bereich der Türen noch besser nutzbar und die derzeitigen Rampen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste durch flexible Faltrampen ersetzt. (se)

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