Northvolt plant 32-GWh-Zellfabrik in Schweden

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Northvolt und die schwedischen Kommunen Skellefteå und Västerås wollen gemeinsam Europas größte und modernste Fabrik für Lithium-Ionen-Zellen aufbauen.

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Hier sollen ab 2023 jährlich Lithium-Ionen-Akkus mit insgesamt 32 GWh entstehen: In der geplanten Zellfertigung von Northvolt in Schweden.
Hier sollen ab 2023 jährlich Lithium-Ionen-Akkus mit insgesamt 32 GWh entstehen: In der geplanten Zellfertigung von Northvolt in Schweden.
(Bild: Northvolt)

Northvolt möchte durch Skalierung, Prozessinnovation und vertikale Integration eine Batteriefabrik der nächsten Generation öffnen. Ziel ist es, die weltweit umweltfreundlichste Batterie mit einem minimalen CO2-Fußabdruck und höchsten Recyclingansprüchen zu bauen. Auf diese Weise soll Europass Übergang zu erneuerbaren Energien entschieden vorangetrieben werden.

„In Europa schreitet die Elektrifizierung zügig voran. Schweden bietet optimale Voraussetzungen für die Etablierung einer großangelegten Batterieproduktion und kann somit einen wichtigen Beitrag leisten. Energie ist nachhaltig erzeugt und günstig, Rohstoffe sind verfügbar und industrielle Produktion hat eine lange Tradition hier”, sagte Peter Carlsson, Gründer und CEO, Northvolt.

Nach eingehender Prüfung von acht schwedischen und zwei finnischen Gemeinden, entschied sich Northvolt im Juli die Kommunen Västerås und Skellefteå in die engere Auswahl zu nehmen. Die sorgfältige Prüfung durch weitere Umweltstudien und Analysen zeigte, dass eine aufgeteilte Betriebseinrichtung mit der Produktionsstätte in Skellefteå und der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Västerås, die optimale Lösung darstellt. Dies wurde heute offiziell verkündet.

Skellefteå ist Teil eines Rohstoff- und Bergbauclusters in Nordschweden und verfügt über eine langjährige Erfahrung in den Bereichen Fertigung und Recycling. Northvolt hat sich deshalb entschieden die Hauptproduktionsstätte der Lithium-Ionen-Batteriefabrik hier anzusiedeln, einschließlich aktiver Materialvorbereitung, Zellmontage, Recycling und Hilfsmittelproduktion. Die Fabrik wird 2.000-2.500 Arbeitsplätze schaffen.

Västerås ist die Heimat mehrerer multinationaler Unternehmen, darunter ABB, mit erstklassiger Ingenieur- und Forschungs- und Entwicklungskompetenz in den Bereichen Elektrifizierung und Prozessoptimierung. Vor diesem Hintergrund hat Northvolt Västerås als Standort für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sowie einer Demonstrationslinie zur Qualifizierung und Industrialisierung von Produkten und Prozessen ausgewählt. 300 bis 400 Arbeitsplätze werden geschaffen.

„Die Kombination der beiden Standorte ist optimal für Northvolt und erfüllen die grundlegenden Anforderungen an eine große Batteriefabrik wie den Zugang zu Energie, Infrastruktur und Fachkräften. Es wird uns auch ermöglichen, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern ein erstklassiges Elektrifizierungs-Cluster zur Entwicklung umweltfreundlicher und kosteneffizienter Batterien aufzubauen „, erklärte Peter Carlsson.

Der Bau der Northvolt-Zellfabrik soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen. Nach Abschluss des ersten Quartals 2020 sollen 8 GWh pro Jahr produziert werden. Die vollständige Fabrik, die im Jahr 2023 fertiggestellt wird, sollen 32 GWh pro Jahr produziert werden.

Der Bau der Demonstrationslinie in Västerås wird nächstes Jahr beginnen und soll 2019 abgeschlossen sein.

„Die Wahl Schwedens für die Gigafactory zeigt, dass Schweden ein wichtiger Partner für zukunftsweisende Industrien ist und vielfältige Möglichkeiten für grüne, skalierbare und flexible Produktion bietet. Herzlichen Glückwunsch an Northvolt, Skellefteå und Västerås!“ kommentierte Patrik Öhlund, CEO von Node Pole. //TK

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