Autovermieter Nach Mega-Deal mit Tesla: Hertz bestellt 65.000 E-Autos bei Polestar

Im vergangenen Herbst hatten Hertz und Tesla mit einem riesigen Elektroauto-Geschäft für Furore gesorgt. Jetzt legt der Autovermieter nach: Auch bei Polestar bestellt er nun zehntausende Stromer. Für den Premium-Hersteller kommt der Deal zur rechten Zeit.

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Das Geschäft zwischen Hertz und Polestar ist vorerst auf fünf Jahre angelegt.
Das Geschäft zwischen Hertz und Polestar ist vorerst auf fünf Jahre angelegt.
(Bild: Hertz)

Vergangenen Oktober hatten Hertz und Tesla für Aufsehen gesorgt: Der eben noch marode Autovermieter und der erfolgreiche E-Auto-Hersteller gaben eine Groß-Kooperation bekannt, in deren Zuge Hertz 100.000 Tesla-Fahrzeuge orderte. Wenig später vermeldete der Vermiet-Konzern, dass sich das Volumen durch weitere Deals mit Uber und Carvana sogar auf 200.000 Autos erhöhen könnte.

Nun hat Hertz das nächste große Geschäft mit einem Elektroauto-Hersteller eingefädelt. Das Unternehmen teilte mit, dass es 65.000 Stromer bei Polestar bestellt hat. Der Deal ist auf fünf Jahre ausgelegt, losgehen soll es in Europa bereits im Frühling, Ende 2022 will Hertz auch in den USA und Australien erste Polestar-2-Modelle in die Flotte aufnehmen. Finanzielle Details zu dem Geschäft wurden nicht bekannt. Beim Abkommen mit Tesla hieß es, die Kalifornier könnten durch den Groß-Verkauf rund 4,2 Milliarden US-Dollar einnehmen. In der Folge hatte die Aktie der Kalifornier bis dahin unerreichte Höhen erklommen.

Hertz treibt seine Elektrooffensive durch den Deal mit Polestar weiter voran. Rund um das Geschäft mit Tesla hatte Hertz-CEO Stephen Scherr bereits verkündet, künftig die größte Elektroauto-Mietflotte in Nordamerika und eine der größten weltweit stellen zu wollen. Der Polestar 2 soll wie auch die Tesla-Fahrzeuge an Geschäfts- und Privatkunden vermietet und in Mitfahrdiensten eingesetzt werden.

Polestar will zeitnah an die Börse

Für die Premium-Tochter von Volvo kommt der Groß-Auftrag zur rechten Zeit. Noch im ersten Halbjahr 2022 will Polestar per Spac-Deal an die US-Techbörse Nasdaq gehen. Die Marke peilt dabei einen Börsenwert von 20 Milliarden Dollar an. Zuletzt waren einige E-Auto-Marken wie Rivian, Nio oder Lucid Motors an der Börse abgestürzt. Das Geschäft mit Hertz, das nach dem Abkommen mit Tesla einer der größten E-Auto-Verkaufsdeals in der Geschichte sein dürfte, könnte Polestar nun helfen, potenzielle Investoren zu beruhigen.

Erste Auswirkungen machten sich bereits bei Volvo bemerkbar: Die Aktie des Polestar-Mutterkonzerns stieg nach Bekanntgabe der Vereinbarung zwischen Hertz und Polestar zeitweise um mehr als sieben Prozent.

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