München MVG testet Solaranlage von Sono Motors im Bus-Betrieb

Bis 2032 will die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihre Busflotte komplett elektrifizieren. Könnten dabei auch Solarzellen auf den Dächern der Fahrzeuge helfen? Das will die MVG nun herausfinden.

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Die Solaranlage auf dem Dach des Busanhängers hat eine Fläche von rund 12 Quadratmetern.
Die Solaranlage auf dem Dach des Busanhängers hat eine Fläche von rund 12 Quadratmetern.
(Bild: Sono Motors)

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schickt künftig einen Buszug auf die Straße, bei dem der Anhänger mit einer Solaranlage ausgestattet ist. Damit will die MVG herausfinden, wie zuverlässig sich welche Hilfssysteme an Bord mit Sonnenenergie versorgen lassen.

Die Solarzellen liefert das Münchner Start-up Sono Motors. Rund 12 Quadratmeter decken sie auf dem Dach des Anhängers ab. Die 20 Panele liefern eine Gesamtleistung von mehr als 2.000 Watt. Am Donnerstag präsentierten die Projektpartner den Buszug Münchens 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne). Sie erklärte dabei: „Die Solar-Busse können ein Baustein bei diesem dringend nötigen Wandel hin zu einer klimafreundlichen Mobilität sein. Mich überzeugt die Idee, denn hier kann viel Treibstoff eingespart werden und der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden.“

Den Antrieb eines Busses soll die Solaranlage vorerst nicht übernehmen. Stattdessen ist als erster Einsatzzweck der Betrieb der Klimaanlage geplant. In Extremsituationen, zum Beispiel, wenn die Klimaanlage an besonders heißen Tagen unter Volllast läuft, verbraucht ein Bus-Anhänger mehr Strom als das Zugfahrzeug liefern kann. Eine Photovoltaikanlage könnte hier Abhilfe schaffen, so die Hoffnung.

MVG-Geschäftsführer Veit Bodenschatz sagte: „Mit der Photovoltaik-Anlage auf unserem Busanhänger können wir nun unter Realbedingungen testen, wie gut die Stromerzeugung im Münchner Sommer funktioniert und ob es vielleicht Strecken in unserem Netz gibt, die besser als andere für diese Art der Stromerzeugung geeignet sind. Die Frage, welche Energieeinsparungen durch die Nutzung der Sonnenenergie erzielt werden können, sind natürlich vor dem Hintergrund aktueller Kraftstoff- und Energiepreise besonders spannend.“

Sono Motors verspricht 6,5 Tonnen weniger CO2

Doch nicht nur das. Bodenschatz weiter: „Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb geht jeder zusätzliche Verbraucher zulasten der Reichweite. Im Projekt wollen wir nun untersuchen, ob die Photovoltaik-Anlage genug Energie liefern kann, um die Wärmepumpe der Klimaanlage zuverlässig zu betreiben.“ 2032 will die MVG ihre gesamte Busflotte elektrifiziert haben.

Deutlich offensiver zeigt sich der Produzent der Solarzellen Sono Motors, wenn es um Ankündigungen zum Potenzial der Technologie geht. Das Start-up ist beispielsweise davon überzeugt, dass die lokalen CO2-Emissionen pro Bus dank der Photovoltaikanlage um 6,5 Tonnen pro Jahr sinken. Unter anderem, da 2.500 Liter Diesel im Jahr eingespart würden.

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