Model 3 Miles bietet jetzt Teslas im Carsharing an

Von Svenja Gelowicz

Am Dienstag hat Tesla-Chef Elon Musk seine Fabrik in Brandenburg eröffnet, nun kommen die Fahrzeuge auch ins Carsharing – zumindest beim zweitgrößten Anbieter Miles. Wie das Unternehmen dabei verhindern möchte, dass Personen die Premium-Stromer für eine Probefahrt nutzen.

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Der Carsharing-Anbieter Miles bietet seinen Nutzern nun Fahrzeuge von Tesla an.
Der Carsharing-Anbieter Miles bietet seinen Nutzern nun Fahrzeuge von Tesla an.
(Bild: Miles)

Einmal Tesla fahren steht sicher bei dem ein oder anderen auf der Wunschliste. Und wenn der Carsharing-Anbieter Miles wie am Mittwoch verkündet die Premium-Stromer in seine Flotte aufnimmt, ist der Gedanke naheliegend, sich so ein Fahrzeug für eine Spritztour zu mieten. Vor allem, wenn die Kosten pro gefahrenen Kilometer bei 1,19 Euro liegen – neben einer Entriegelungsgebühr von 2 Euro. Miles rechnet im Vergleich zu anderen Anbietern pro Kilometer statt pro Minute ab.

Doch Spritztouren will das Carsharing-Unternehmen gerade verhindern. Es gibt ein paar Voraussetzungen, um bei Miles einen Tesla zu fahren. „Damit möchten wir verdeutlichen, dass wir keine Probefahrt verkaufen. Es geht darum, wie bei unseren anderen Fahrzeugen, dass ein Fahrzeug zur Verfügung steht, wenn eines benötigt wird”, sagt Miles-Chef Oliver Mackprang.

So müssen Fahrerinnen und Fahrer mindestens 23 Jahre alt sein und mindestens 20 Fahrten mit Miles absolviert haben, um das Model 3 nutzen zu können. Für Besitzer von verschiedenen Miles-Pässen verringert sich die Fahrtenanzahl. Auch Führerscheinneulinge dürfen keinen Tesla buchen. Konkret trifft das Personen, deren Lizenz noch kein Jahr alt ist.

Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann in Berlin, Potsdam, München und Hamburg eines der Model-3-Fahrzeuge teilen. Wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mitteilte, handelt es sich um eine niedrige dreistellige Flotte, die in den vier Städten auf die Straßen kommt. Bislang hat Miles nur den Volkswagen-Stromer ID 3 als Verbrenner-Alternative im Angebot.

Miles: 8 Prozent der Fahrzeuge sind Stromer

Miles will „perspektivisch“ zum reinen E-Carsharing-Anbieter werden, wie Unternehmenschef Oliver Mackprang im Interview mit Next Mobility verlauteten ließ. Allerdings müssten Städte mit ausreichend Ladeinfrastruktur das Vorhaben unterstützen. Bislang beträgt die E-Auto-Quote der Berliner 8 Prozent. Der größte Carsharing-Wettbewerber ShareNow hat bislang keine Teslas im Angebot, dafür Modelle wie BMW i3, Mini Electric oder den Peugeot e-208.

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