Mobilität Mikromobil Podbike geht in Serie

Autor Katharina Juschkat

Es ist nicht Auto, nicht Fahrrad, sondern etwas dazwischen: Das Frikar von Podbike geht in Serie und will eine nachhaltige Alternative für den Kurzstrecken-Verkehr bieten.

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Auto oder E-bike? Das Frikar will beides verbinden.
Auto oder E-bike? Das Frikar will beides verbinden.
(Bild: Podbike/Kenneth McDowell)

Das norwegische Start-up Podbike AS hat ein E-Bike-Konzept mit Wetterschutz entwickelt: Das Frikar sieht auf den ersten Blick aus wie ein kleines E-Auto – wird aber mit Kraft der Pedale und elektrischer Unterstützung betrieben. Dabei schützt das Dach und der umgebende Rahmen vor Kälte und Nässe, der Fahrer kann, so der Gedanke der norwegischen Konstrukteure, bei jedem Wetter mit dem E-Bike fahren.

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Was ist das Frikar genau?

Das Frikar-E-Bike hat vier Räder. Elektrisch unterstützt wird bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Für höhere Geschwindigkeiten muss man kräftiger treten – ab 50 km/h, die bergab erreicht werden können, bremsen die Motoren sanft.

Das E-Bike ist 2,3 m lang, etwa 0,8 m breit und etwas über 1 m hoch. Dennoch sollen laut Hersteller selbst große Menschen bequem Platz finden können – außerdem kann man mit einem nachrüstbaren Kindersitz Kinder bis sechs Jahre mitnehmen. Pro Batterieladung kommt das E-Bike zwischen 60 und 90 km weit.

Wie das E-Bike gesteuert wird, zeigt das Video:

Wie das E-Bike angetrieben wird

Das Frikar setzt auf einen Antriebsstrang, der aus drei Motoren besteht. Zwei dienen als elektronisches Getriebe, jeweils in einem Hinterrad untergebracht, einer als Hilfsmotor. Dieser Motor ist auf 250 W Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h begrenzt. Die anderen Motoren dienen der menschlichen Kraftübertragung.

Die Energie, die durch das Treten und Bremsen erzeugt wird, wird in Batterien gespeichert – mechanische Schwungscheiben werden nicht verwendet. Der Akkupack ist speziell für E-Bikes im nordischen Klima entwickelt.

Frikar-Bike geht in Serie

Inzwischen ist das Fahrrad fertig entwickelt und bestellbar. Kostenpunkt: 4.995 Euro für die Standardvariante, 5.499 Euro für mehr Ausstattung. Die ersten Frikars sollen noch Ende diesen Frühjahrs ausgeliefert werden, zunächst in Norwegen, dem Produktionsland des Bikes. Aber auch Deutschland, verspricht der Hersteller, steht weit oben auf der Lieferliste. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.

In der Standard-Version ist unter anderem eine Batterie, ein Ladegerät, Außenspiegel und ein verstellbarer Sitz dabei. Was in der in Deutschland zugelassenen Version allerdings fehlt: Das Standlicht sowie das Rückfahrlicht – eine StVZO-konforme Lichtanlage muss man für 308 Euro kaufen.

Die Plus-Variante beinhaltet außerdem unter anderem zwei zusätzliche Außenspiegel, ein Innenlicht, eine Innenlüftung sowie einen Alarm. Für einen weiteren Aufpreis kann weiteres Equipment wie ein Kindersitz, Scheibenwischer oder Zusatzbatterien dazu erworben werden.

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