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Mercedes-Manager: „Wollen Partner für unser Mobilitätsökosystem finden“

Redakteur: Svenja Gelowicz

Daimler hat mit seiner Plattform Startup Autobahn bereits 6.000 Start-ups gescoutet und über 150 Projekte gestartet. Wie der Hersteller Innovationen antreibt, erklärt Philipp Gneiting, Head of Open Innovation bei Mercedes-Benz.

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Infotainmentsystem MBUX mit Adresssoftware von What3words.
Infotainmentsystem MBUX mit Adresssoftware von What3words.
(Bild: Mercedes-Benz)

Unlängst haben sich die Autobauer Unterstützung geholt, wenn es darum geht, Technik für die Zukunft zu entwickeln. Und plötzlich stehen Start-ups im Rampenlicht, von denen die meisten zuvor noch nichts gehört haben. So ein Beispiel ist das Adresssystem-Unternehmen What3words, das im Frühjahr 2018 ins Infotainment-System von Mercedes-Benz erstmalig eingezogen ist. Drei Wörter lassen Fahrer auf neun Quadratmeter genau ans Ziel kommen.

Philipp Gneiting ist Head of Open Innovation bei Mercedes-Benz und ist genau für solche Partnerschaften zuständig. „Wir wollen Partner für unser Mobilitätsökosystem finden“, sagte er beim virtuellen „Auto-Gipfel“ von „Handelsblatt“ am Donnerstag. Zusammengekommen ist Mercedes-Benz bereits mit dem Chiphersteller Nvidia, mit dem der Autobauer autonome Fahrservices entwickelt. Die Batteriezellhersteller CATL und Farasis sind Daimlers Partner für Elektromobilität. „Wir wollen bereits in der Entwicklungszeit zusammenarbeiten und später auch in Produktionspartnerschaften hineingehen“, so Gneiting.

Und dann sind da auch noch die erwähnten jungen Unternehmen. Über die Plattform Startup Autobahn, an der sich über 30 weitere Unternehmen beteiligen, habe Daimler bereits 6.000 Start-ups gescoutet und über 150 Projekte gestartet. Mehr als 50 hätten es in die Umsetzung geschafft.

Ein weiteres Beispiel neben What3words ist das Start-up Opus 12, die CO2 aus der Luft filtern und daraus Bauteile entwickeln wollen. Außerdem habe man zuletzt den Gaming-Markt stark im Blick: Warum nicht das Auto als Spielekonsole? Auf einen Aufruf hätte es 1.000 Bewerbungen gegeben, einiges pilotiere Mercedes-Benz nun. „Es ist spannend, wie viel Rückmeldung aus der Community kommt, wenn man ihnen die Plattform gibt“, so Gneiting.

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