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Lime verdient zum ersten Mal Geld – und steckt es in einen neuen E-Scooter

Autor: Christoph Seyerlein

Corona hat die Mikromobilitäts-Branche stark gebeutelt. Doch die Anzeichen, dass es wieder bergauf geht, mehren sich. Nun gibt es positive Nachrichten vom US-Anbieter Lime.

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Lime hat die Corona-Krise insgesamt offenbar gut verkraftet.
Lime hat die Corona-Krise insgesamt offenbar gut verkraftet.
(Bild: Lime)

Die Mikromobilitätsbranche ist nach harten Monaten im Frühjahr im Zuge der Corona-Pandemie auf Erholungskurs. Darauf deutete zuletzt beispielsweise schon eine erfolgreiche Finanzierungsrunde von Tier hin. Nun sorgt auch ein Wettbewerber für positive Schlagzeilen: Der US-Anbieter Lime hat vermeldet, im zurückliegenden Quartal erstmals profitabel gearbeitet zu haben. Genauere Angaben zu den Finanzen machte das Unternehmen allerdings nicht.

Zwar habe Corona dazu geführt, dass auch Lime im Frühjahr mehr als einen Monat fast überall den Betrieb herunterfahren musste. Umso stärker kam das Geschäft mit Leih-E-Bikes und -Scootern aber offenbar in der Folge zurück. Das Unternehmen fuhr nicht nur in den etwa 120 Städten, in denen es zuvor bereits aktiv war, die Schlagzahl wieder höher. Lime expandierte auch in neue Metropolen wie Rom, Mailand oder Manchester.

Das soll der Lime Gen 4 können.
Das soll der Lime Gen 4 können.
(Bild: Lime)

Ausruhen will sich das Unternehmen auf den jüngsten Erfolgen nicht. „Unsere derzeitige finanzielle Stärke erlaubt es uns, in unsere neueste E-Scooter-Generation zu investieren“, teilte Lime mit. Der „Gen4“ soll einerseits Kunden ein komfortableres Fahren ermöglichen. Andererseits soll er aber auch dem Anbieter dabei helfen, das eigene Geschäft profitabler gestalten zu können.

Mehr Komfort verspricht Lime beispielsweise durch eine gebogene Lenkstange, Handbremsen an beiden Seiten, einen tieferen Schwerpunkt, größere Räder und einen stärkeren E-Motor.

Lime setzt künftig auf Wechsel-Akkus

Technologisch hebt sich das Modell von seinen Vorgängern aber vor allem durch eine austauschbare Batterie ab. Perspektivisch will Lime dieses Feature auch in seiner E-Bike-Flotte ausrollen. „Das wird uns helfen, unser Geschäft noch effizienter zu gestalten und den CO2-Ausstoß zu senken“, erklärten die US-Amerikaner mit.

Der Gen4 kommt in dieser Woche zunächst nach Paris. 2021 will der Anbieter das Modell dann europaweit an den Start bringen. In Deutschland ist Lime aktuell mit rund 40.000 E-Scootern und -Bikes in 29 Städten aktiv.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«