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Rekordfahrt Im Renault ZOE rein elektrisch 1362 km von München nach Barcelona

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

1362 km von München nach Barcelona durch fünf europäische Länder legte Werner Hillebrand-Hansen mit dem E-Mobil Renault ZOE in zwei Tagen zurück – die Stromkosten für die Rekordfahrt betrugen gerade einmal 51,50 €.

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(Bild: eRUDA.de)

Die Fahrt fand rein elektrisch statt und zeigt die beeindruckende Reichweite, die heute bei modernen Elektroautos und der vorhandenen Ladeinfrastruktur möglich ist.

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Werner Hillebrand-Hansen, Veranstalter der eTourEurope gibt damit ein überzeugendes Beispiel von der Alltagstauglichkeit und der Leistungsfähigkeit der eMobilität. Ziel war die internationale eMobil Messe EVS 27 in Barcelona, auf der das Fahrzeug auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesverbandes Solare Mobilität BSM ausgestellt wurde.

Die neue Art des Reisens mit dem eMobil

Der Renault ZOE funktionierte einwandfrei auch bei den Temperaturen um den Gefrierpunkt und bis zu 30 cm Neuschnee in der Gegend von Grenoble. Die 13 Ladepunkte funktionierten weitgehend problemlos. Bei der ersten Ladung in Memmingen war die schon häufig angefahrene Ladesäule für Hillebrand-Hansen erstmals außer Betrieb. Er wich zum Flughafen aus, wo die nächste Ladesäule steht. Bis zur Rückfahrt fünf Tage später war die Störung bereits behoben. Dies war auf der gesamten Tour die einzige unvorhergesehene Situation.

Der Zugang zu Ladesäulen ist in Südfrankreich nicht immer rund um die Uhr geöffnet und stellte die größte Herausforderung dar. Die sechs Flaschen französischen Rotwein, die die Fahrer vorsichtshalber im Kofferraum hatten, waren als kleine Aufmerksamkeit für die Unterstützer vor Ort sehr gut zu gebrauchen. So kam z.B. in Alixan Frederic Barrie, ein Mitarbeiter des sozialen Wohnungsbaus, extra um Mitternacht zum Büro, um den ZOE in den Hof zum Laden einfahren zu lassen. An dieser Stelle bedanken sich die Akteure bei allen, die mit Ihrer Unterstützung diese Fahrt ermöglicht haben.

Von Inning am Ammersee durch fünf europäische Länder nach Barcelona

Die Strecke führte durch fünf europäische Länder, sie startete in Inning am Ammersee (München) und endet in Barcelona. Über Bregenz in Österreich wurde die gesamte Schweiz von Ost nach West durchquert. Weiter ging es durch Südfrankreich und über die Pyrenäen nach Spanien. Die zurückgelegten 1362 km führten meist über Autobahnen. Geladen wurde hauptsächlich an öffentlich zugänglichen Ladepunkten unterschiedlicher Betreiber. Wichtig für das Laden war eine Ladeleistung von mindestens 22 kW. Der ZOE stand damit nach 40 – 50 Minuten wieder mit ausreichender Reichweite zur Verfügung.

Elektromobilität ist alltagstauglich

Mit der Fahrt bewiesen der eMobil-Pionier Werner Hillebrand-Hansen und seine Beifahrerin Annette Schwabenhaus, dass moderne Elektroautos die Alltagstauglichkeit erreicht haben. Möglich ist dies durch die heute verwendeten Lithium Ionen Batterien, die sich schnell beladen lassen. „Entscheidend ist die Leistung des Ladegerätes.“ so Werner Hillebrand-Hansen. Die in den Medien oft diskutierte „Reichweitenangst“ gehört damit der Vergangenheit an!

Die Fahrt über 1362 km macht zwar deutlich, dass die Dichte der Lademöglichkeiten prinzipiell jetzt schon ausreicht, aber für mehr Komfort der eFahrer weiter ausgebaut und der Zugang verbessert werden muss.

Elektromobilität ist nachhaltig

Für die Rekordfahrt verbrauchte der ZOE 210 kWh Strom mit Kosten von nur 51,50 €. Der Energieinhalt des Stroms entspricht rund 16,5 Liter Superbenzin. Der niedrige Verbrauch und die dadurch niedrigen Kosten kommen durch die im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor überlegene Effizienz des Elektroantriebs zustande. Für die Energiewende und die Nutzung des fluktuierenden Wind- und Solar-Stromes kommt den Elektroautos eine entscheidende Rolle als Speicher zu. Schon heute ist das Elektroauto die ideale Ergänzung für jeden Solaranlagenbesitzer, um seinen Eigenverbrauch zu erhöhen, die Netze zu entlasten und die Wirtschaftlichkeit seiner Solaranlage zu erhöhen.

eTourEurope – 9 Capitals – 9 Days

„Die eMobilität muss raus aus den Show-Rooms und hin zu den Bürgern!“ so das Credo von Werner Hillebrand-Hansen. Mit der spektakulären Fahrt über 1362 km in zwei Tagen setzt er damit neben der eTourEurope ein weiteres Zeichen für die eMobilität. 2014 findet vom 18. bis 26. Mai zum ersten Mal die „eTourEurope – 9 Capitals – 9 Days“ statt. Mit einer durchschnittlichen Tagesetappenlänge von 450 km ist sie die anspruchsvollste E-Rallye Europas.

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