Mobilität der Zukunft Honda mit großen Plänen: Flugtaxis, Raketen – und Avatare

Redakteur: Svenja Gelowicz

Honda will in die Zukunft investieren – und hat dafür eher ungewöhnliche Geschäftsbereiche im Fokus. Vor allem wollen die Japaner in die Luft.

Der japanische Autohersteller Honda will ins Geschäft mit Flugtaxis einsteigen.
Der japanische Autohersteller Honda will ins Geschäft mit Flugtaxis einsteigen.
(Bild: Honda)

Der japanische Auto- und Motorradhersteller Honda will sein Geschäftsfeld erweitern. In den nächsten sechs Jahren sollen insgesamt fünf Billionen Yen, das sind umgerechnet etwa 38,5 Milliarden Euro, in Forschung und Entwicklung fließen – auch für neue Antriebe und Technik für das autonome Fahren. Das war schon länger bekannt. Am Donnerstag hat der Konzern weitere Details zu seinen Entwicklungsplänen vorgestellt.

Honda plant demnach unter anderem, ein elektrisch betriebenes uns senkrecht startendes Lufttaxi zu entwickeln und zu betreiben. Mit dem Senkrechtstarter will Honda Passagiere innerhalb von Städten befördern. Langfristig soll auch dank eines Gasturbinen-Hybridantriebs auch Überlandtransport ermöglichen. In den kommerziellen Betrieb könnten die Flugtaxis ab 2030 gehen. Honda baut schon länger kleine Geschäftsreiseflugzeuge mit fünf Plätzen.

Diese Pläne, in die Luft zu gehen, klingen verhältnismäßig bodenständig im Vergleich zu den weiteren Vorhaben. Denn Honda hat auch Roboter und Raketen in die Entwicklungsstrategie aufgenommen. Der Reihe nach: Der Roboter soll eine Art Avatar sein, mit denen Personen Mobilität „ohne die Beschränkungen von Zeit und Raum“ erfahren sollen. Der sogenannte Honda Avatar Robot soll bereits 2024 als Technologie-Demonstrator zu sehen sein. Einen praktischen Einsatz peilt Honda laut einer Mitteilung in der nächsten Dekade an. Dieses „zweite Ich“ eines Nutzers soll Aufgaben ausführen und „realistisch Situationen erleben“ können. Eine Roboterhand mit mehreren Fingern, verschiedene Robotik-Technologien und künstliche Intelligenz für Fernsteuerungsfunktionen sollen dabei helfen.

Nicht für die Erde

Die gedankliche Reise in die Zukunft geht noch weiter. In die Liste haben es auch „wiederverwendbare Kleinraketen“ geschafft. Sie sollen als Trägerraketen für kleine Satelliten dienen, von denen es Honda zufolge zu wenig gibt. Einige der Raketenkomponenten sollen danach wieder auf der Erde landen und erneut nutzbar sein.

Ebenfalls nicht für die Erde ist ein geplantes System für erneuerbare Energien auf der Mondoberfläche. Honda will seine Brennstoffzellen- und Wasserelektrolysetechnologie einsetzen, um Strom sowie Sauerstoff zu erzeugen. Der entstehende Wasserstoff soll Raketen betreiben.

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