Forschungsprojekt „Gütertram“: Pakete und Passagiere fahren gemeinsam

Redakteur: Tanja Schmitt

Das Projekt LogIKTram will Güter in Straßen- und Stadtbahnwagen transportieren – und Passagiere obendrein. Über ein Vorhaben, das die Städte entlasten könnte.

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Ziel von LogIKTram ist es, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern – und so zu einer besseren Klimabilanz beizutragen.
Ziel von LogIKTram ist es, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern – und so zu einer besseren Klimabilanz beizutragen.
(Bild: Paul Gärtner/ KVV)

Den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu bringen, um die Verkehrsklimabilanz zu verbessern und die Städte zu entlasten: Das ist das Ziel des Verbundprojekts LogIKTram. Vor allem in den Städten spielt der Schienengüterverkehr bisher so gut wie keine Rolle. Das soll sich ändern. entwickelt deshalb mit weiteren Partnern ein Konzept für eine „Gütertram“. Diese soll Waren und Personen transportieren. Das Projekt nutzt dafür die bestehende Straßenbahn- und Eisenbahninfrastruktur in Karlsruhe.

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft stellt dazu ein Testfahrzeug zur Verfügung. Damit die dieses sowohl Personen als auch Waren transportieren kann, sind verschiedene Voraussetzungen nötig. Unter anderem muss sich der Innenraum flexibel gestalten lassen. Die Transportbehälter sollen zudem automatisiert ein- und entladen sowie über Vorrichtungen wie Haken und Riegel gesichert werden. Eine präzise Positionierung der Bahnen an den Stationen ist ebenfalls wichtig, um die Behälter zentimetergenau bewegen und die Fahrgastwechselzeiten einhalten zu können.

Ebenfalls untersucht wird, wie sich das Konzept auf den Straßen- und Schienenverkehr auswirkt. Um das herauszufinden, bauen die Wissenschaftler eine Simulationsumgebung für den Personen- und Gütertransport auf.

Die Partner

LogIKTram ist ein Verbundvorhaben. Das Konsortium setzt sich zusammen aus der der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) als Federführerin und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Weitere Partner sind:

  • die Hochschule Offenburg
  • das FZI Forschungszentrum Informatik
  • MARLO Consultants
  • SimPlan
  • INIT
  • Thales Deutschland
  • DB Engineering & Consulting
  • e-mobil BW, die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg

Das Projekt ist am 1. März 2021 gestartet und auf drei Jahre angelegt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit rund 2,75 Millionen Euro.

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