Shuttle-Dienst

Gemeinsam zur Arbeit – und zurück

< zurück

Seite: 2/2

Wer sich dazu bereit erklärt, muss zwar morgens die Kollegen einsammeln, die sich per App angemeldet haben, erhält dafür aber einen Ausgleich, etwa die Möglichkeit zur privaten Fahrzeugnutzung. Am Arbeitsplatz angekommen, stellt er den Meta an einem von Evolution organisierten Parkplatz ab. Gleiches soll bei Bedarf auch am Wohnort möglich sein.

Verbesserung der Emissions-Bilanz des Pendelverkehrs

Nach Schuhs Darstellung profitieren alle Seiten von dem Mobilitätssystem. Für Unternehmen sei die Verringerung des Pendel-Verkehrs die relativ gesehen günstigste Lösung, ihre Emissions-Bilanz zu verbessern.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Rund 25 Prozent des CO2-Fußabdrucks eines Standorts entfallen auf die An- und Abfahrt der Beschäftigten, so der Wissenschaftler. Im Ausland, vor allem in Kalifornien, nutzen viele Unternehmen schon den Pendler-Hebel und sammeln ihre Mitarbeiter mit Schulbussen ein, um sie an ihre Arbeitsplätze im Silicon Valley zu fahren.

Der nur siebensitzige Meta-Shuttle hat gegenüber dieser Form des Massentransports einen großen Vorteil: Er bietet neben reinen Sitzplätzen auch dezidierte Arbeitsplätze mit Internet und Schreibtisch. Dank transparenter Schallschutzwände soll auch das störungsfreie Telefonieren und Konferieren möglich sein. „Die Fahrt ins Büro zählt daher schon zur Arbeitszeit“, erläutert Schuh die Vorteile für die Nutzer.

Ausräumung der Gegenargumente

Ökologische und zeitökonomische Vorteile allein reichen allerdings nicht, um Menschen zur Nutzung neuer Verkehrssysteme zu bringen, wie die Erfahrung mit „Park-and-Ride“-Systemen und anderen Sharing-Diensten zeigt.

Schon ein kleiner Nachteil, ob objektiv oder subjektiv, reicht oft, dass der Umstieg scheitert. Das Evolution-Team hat vor der Vorstellung des Meta Ende Juni daher dutzende mögliche Argumente gegen die Shuttle-Nutzung gesammelt. Fast alle haben sie nach eigener Einschätzung ausgeräumt.

Dazu zählt auch die Sorge von bereits Dienstwagenberechtigten, die um die Streichung lieb gewonnener Privilegien bangen. Schuh schlägt vor, ihnen ihr eigenes Fahrzeug zu lassen, das Shuttle aber so attraktiv zu machen, dass sie es gerne einige Tage in der Woche nutzen.

Shuttle ist Ergänzung statt Komplett-Ersatz

Generell sieht er den Meta nicht als kurzfristigen Komplett-Ersatz für andere Verkehrsmittel, sondern eher als Ergänzung. „Nur ein Gegenargument können wir nicht entkräften: Wer als Morgenmuffel in der Früh einfach niemand anderes sehen will, der lässt sich wohl nicht vom Einstieg in ein Gemeinschafts-Shuttle überzeugen.“

Überzeugen muss Schuh nun zunächst aber die Arbeitgeber. Im Blick hat er vor allem Unternehmensstandorte mit mehreren tausend Mitarbeitern, von denen der Großteil in Vororten oder im Umland wohnt. Erste konkrete Verhandlungen laufen laut Schuh bereits.

Auch wenn er morgens nur einen Bruchteil der Arbeitnehmer in seine Shuttles bekommt, könnten die Straßen von hunderten Privat-Pkw entlastet werden. Klappt das, soll das Evolution-Angebot um weitere Fahrzeugmodelle für weitere Nutzungs-Szenarien erweitert werden.

(ID:48522537)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung