Alternative Antriebe Forschungsprojekt HyConnect: Logistik-Tool für Wasserstoffbedarf und ‑angebot

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im Forschungsprojekt „HyConnect“ erarbeiten der Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen, die Hochschule Offenburg, H2 Mobility, H2 Green Power & Logistics und Mansio eine digitale Plattform zur Nutzung bestehender und zukünftiger Wasserstoff-Infrastruktur in der Transport- und Logistik-Branche.

Eine mangelhafte Infrastruktur und geringe Vorhaltekapazitäten der bisherigen Wasserstofftankstellen können bei Logistikbetrieben zeitraubende und kostspielige Umwege notwendig machen. Das soll sich ändern.(Bild:  H2 Green Power & Logistics)
Eine mangelhafte Infrastruktur und geringe Vorhaltekapazitäten der bisherigen Wasserstofftankstellen können bei Logistikbetrieben zeitraubende und kostspielige Umwege notwendig machen. Das soll sich ändern.
(Bild: H2 Green Power & Logistics)

Als Energieträger für den straßengebundenen Güterverkehr bietet Wasserstoff eine deutlich höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Batterien, und die Betankung ist schneller als das Laden von Antriebsbatterien. Doch den Vorteilen stehen auch Herausforderungen gegenüber wie Kosten, Prozessintegration, Planungssicherheit und Infrastrukturdichte. Die Nutzung wasserstoffbetriebener Lkw ist indes vor allem für die stark unter Druck stehende Transport- und Logistikbranche an wettbewerbsfähige und transparente Preise gebunden. Außerdem muss die Versorgung mit Wasserstoff nahtlos in bestehende Unternehmensprozesse wie Managementsysteme zur präzisen Routenplanung integriert werden. Die aktuell spärliche Infrastrukturdichte und die allgemein geringen Vorhaltekapazitäten der Wasserstofftankstellen können bei Logistikbetrieben zeitraubende und kostspielige Umwege notwendig machen. Auf der anderen Seite führt die noch geringe Zahl von Wasserstoff-Lkw zu Planungsunsicherheiten bei den Betreibern entsprechender Tankstellen, die diese in Form hoher Preise weitergeben. Ein effizienter Datenaustausch zwischen IT-Systemen könnte diese Effekte maßgeblich reduzieren, ist jedoch häufig nur durch individuell entwickelte und dadurch kostenintensive Tools im kleinen Umfang möglich. An dieser Stelle setzt das Projekt „HyConnect“ an. Hier erarbeiten die Forschungspartner ein Tool, das die Reservierung von Tankstellenkapazitäten sowie die komplette Zahlungsabwicklung ermöglicht, Transparenz und Planungssicherheit schafft und dadurch den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstützt.

Präzise Planung für weniger Versorgungsengpässe

Das auf zweieinhalb Jahre anberaumte Projekt, dessen Lösung für den EU-Binnenmarkt skalierbar sein soll, wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Mit der zukünftigen Reservierungs- und Buchungsplattform will man Daten zum Wasserstoffbedarf der Lkw-Flottenbetreiber mit Informationen zur Wasserstoffverfügbarkeit der Tankstellenbetreiber zusammenführen. Das soll präzise Planungen ermöglichen und dabei helfen, Versorgungsengpässen zu verhindern. Langfristig soll die Lösung den Marktanteil von Wasserstoff-Lkw steigern und Investitionen in die Infrastruktur anregen, indem sie die Risiken für alle Beteiligten minimiert. Dazu erarbeiten die Projektpartner Lösungen für die Preisbildung des Wasserstoffs und für eine KI-basierte universelle Datenschnittstelle. Unter anderem untersucht das „HyConnect“-Team die Preiselastizität und die Wirkung auf Tankstellenauswahl, Planbarkeit und Kostentransparenz. Die Datenschnittstelle werde als Prototyp implementiert und anschließend evaluiert. Darauf aufbauend, soll die Kapazitätsmanagement- und Reservierungsplattform gestaltet werden, die im Laufe des Projekts in den Pilotbetrieb gehen soll. (se)

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