Elektromobilität Feststoffbatterien: Mercedes und Stellantis steigen bei Factorial Energy ein

Von Jens Rehberg

Die beiden Autobauer sichern sich nach Hyundai und Kia den Zugriff auf Feststoffbatterietechnologie aus den USA. Bis zur Großserie dauert es aber noch mindestens fünf Jahre.

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40-Ah-Zelle mit Festelektrolyt von Factorial Energy.
40-Ah-Zelle mit Festelektrolyt von Factorial Energy.
(Bild: Hersteller)

Mercedes-Benz und Stellantis wollen gemeinsam mit Factorial Energy aus Woburn, Massachusetts, die Marktreife von reichweitenstärkeren E-Autos mit Festkörperbatterien vorantreiben. Dies haben die drei Unternehmen am Dienstag zeitgleich vermeldet.

Mercedes gibt den Umfang der Beteiligung vage mit einem „hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag“ an. Von Stellantis gab es hierzu auch auf Nachfrage keine Auskunft. Zuvor hatten sich bereits die Hyundai Motor Company sowie die Kia Corporation als strategische Investoren bei dem US-Anbieter eingekauft.

„Mit unseren neuen Partnern können wir Batterien entwickeln, die nicht nur sicherere Fahrzeuge mit größerer Reichweite ermöglichen, sondern auch mit herkömmlichen Produktionsumgebungen für Lithium-Ionen-Batterien kompatibel sind“, wird Factorial-Energy-Chefin Siyu Huang in der Erklärung des US-Unternehmens zitiert. Die Technologie biete ein hohes Maß an Betriebssicherheit und erweitere die Reichweite von E-Fahrzeugen um 20 bis 50 Prozent.

Erste Prototypen sollen nächstes Jahr erprobt werden

2022 sollen demnach erste Zell-Prototypen erprobt werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der erste Einsatz der Technologie in kleinen Serien in einer begrenzten Anzahl von Fahrzeugen erfolgen.

Bei dem Projekt nutzt der US-Anbieter ein festes Elektrolytmaterial, das eine sichere und zuverlässige Zellleistung mit Kathoden- und Anodenmaterialien mit hoher Kapazität ermöglichen soll.

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