Energiespeicher Stellantis und Saft testen Fahrzeugprototyp mit Intelligent Battery Integrated System

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Als Teil einer französischen Forschungskooperation hat Stellantis zusammen mit Saft an der Intelligent-Battery-Integrated-System-Technologie gearbeitet. Nun starten die Praxistests auf öffentlichen Straßen.

Die in einer Forschungsinitiative entwickelte IBIS-Technologie verbessert die Raumnutzung im Fahrzeug und vereinfacht die Wartung durch den Wegfall separater Lade- und Wechselrichterkomponenten.(Bild:  Stellantis)
Die in einer Forschungsinitiative entwickelte IBIS-Technologie verbessert die Raumnutzung im Fahrzeug und vereinfacht die Wartung durch den Wegfall separater Lade- und Wechselrichterkomponenten.
(Bild: Stellantis)

Das erste voll funktionsfähige Elektrofahrzeug mit dem Intelligent Battery Integrated System (IBIS) ist ein neuer Peugeot E-3008 auf STLA-Medium-Plattform. Der Prototyp ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit, Modellierung und Simulation von Stellantis und Saft mit Unterstützung von E2-CAD, Sherpa Engineering sowie französischen Forschungseinrichtungen wie dem CNRS, der Université Paris-Saclay und dem Institut Lafayette. Seit Mitte 2022 ist ein erster IBIS-Demonstrator für stationäre Anwendungen im Einsatz, der zentrale technische Konzepte validiert und zahlreiche Patente hervorgebracht hat. Der Übergang zu einem mobilen Prototyp gilt als wichtiger Entwicklungsschritt.

Neues Antriebsstrang-Konzept

IBIS integriert Wechselrichter- und Ladefunktionen direkt in die Batterie – und zwar unabhängig von der Batterietechnologie oder der Applikation. Diese Architektur unterstützt sowohl Wechselstrom als auch Gleichstrom und liefert elektrische Energie direkt an den Motor oder das Board-Netz, während gleichzeitig das 12-V-Netz und die Nebenaggregate des Fahrzeugs versorgt werden. Vorteile finden sich vor allem bei:

  • Effizienz & Leistung: Bis zu 10 Prozent Energieeffizienzverbesserung (WLTC-Zyklus) und 15 Prozent Leistungsgewinn (172 kW vs. 150 kW) bei gleicher Batteriegröße.
  • Gewicht- & Platzersparnis: Reduziert das Fahrzeuggewicht um ~40 kg und gibt bis zu 17 Liter Volumen frei, was eine bessere Aerodynamik und Designflexibilität ermöglicht.
  • Gewicht- & Platzersparnis:Gewicht- & Platzersparnis: Frühe Ergebnisse zeigen eine Reduzierung der Ladezeit um 15 Prozent sowie eine Energieeinsparung von 10 Prozent.
  • Vereinfachte Wartung: Einfachere Instandhaltung und bessere Voraussetzungen für die Wiederverwendung von Second-Life-Batterien sowohl in Automobil- als auch in stationären Anwendungen.

IBIS vereinfacht nicht nur die Wartung, sondern erleichtert auch die Wiederverwendung von Second-Life-Batterien in stationären Automobilanwendungen, indem es die Notwendigkeit einer umfassenden Überholung reduziert.

Nächste Schritte

Phase 2 des Projekts begann im Juni 2025 mit fortgesetzter Unterstützung der französischen Regierung im Rahmen von „France 2030". Der Fokus liegt nun auf Praxistests unter realistischen Fahrbedingungen, die den Weg für die Integration der IBIS-Technologie in Serienfahrzeuge von Stellantis bis zum Ende des Jahrzehnts ebnen könnten.

Über die Automobilindustrie hinaus hat die IBIS-Architektur Potential für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen, darunter Schienenverkehr, Luft- und Raumfahrt, Schifffahrt und Rechenzentren. Dies unterstreicht das Engagement von Stellantis und Saft für eine skalierbare, nachhaltige Elektrifizierung. (se)

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