Batterietechnik Stellantis und Factorial Energy validieren Festkörperbatteriezellen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Stellantis und Factorial Energy haben Festkörperbatteriezellen in Automobilgröße mit einer Energiedichte von 375 Wh/kg validiert. Der Autobauer will die Factorial-Electrolyte-System-Technology-Zellen, kurz FEST, bis 2026 in seine Demonstrationsflotte integrieren. Neben der Zellentwicklung arbeiteten die Partner auch daran Pack-Architektur, Fahrzeugintegration, Gesamtreichweite und Kosteneffizienz zu optimieren.

Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien punkten Festkörperbatterien mit diversen Vorteilen, wie einer höheren Energiedichte, Schnellladefähigkeit und einer intrinsischen Brandsicherheit. Stellantis und Factorial sind dem heiligen Gral der Batterietechnik nun einen Schritt näher gekommen.(Bild:  Stellantis)
Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien punkten Festkörperbatterien mit diversen Vorteilen, wie einer höheren Energiedichte, Schnellladefähigkeit und einer intrinsischen Brandsicherheit. Stellantis und Factorial sind dem heiligen Gral der Batterietechnik nun einen Schritt näher gekommen.
(Bild: Stellantis)

Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien punkten Festkörperbatterien mit diversen Vorteilen, wie einer höheren Energiedichte, Schnellladefähigkeit und einer intrinsischen Brandsicherheit – dank dem Einsatz ionenleitender, fester Materialien statt der derzeit üblichen organischen Elektrolyte. Die validierten 77Ah FEST-Zellen zeigten eine Energiedichte von 375 Wh/kg mit mehr als 600 Zyklen auf dem Weg zur Zulassung für den Einsatz im Elektrofahrzeug. Darüber hinaus sorgen die Zellen für verkürzte Ladezeiten. Die Partner sprechen von „15 Prozent auf einer Ladung von 90 Prozent in 18 Minuten bei Raumtemperatur“. Des Weiteren liefern die Zellen eine Leistung mit Entladeraten von bis zu 4C.

Auf die richtige Balance kommt es an

Unter dem Einsatz von künstlicher Intelligenz hat Factorial eine neue Elektrolyt-Formulierung entwickelt. Diese soll den Betrieb der Batterie bei Temperaturen von – 30 bis 45 °C realisieren. „Bei der Batterieentwicklung geht es darum, abzuwägen. Während die Optimierung eines einzelnen Merkmals einfach ist, ist die Balance zwischen hoher Energiedichte, Lebensdauer, schnellem Laden und Sicherheit in einer Batterie in Automobilgröße mit OEM-Validierung ein Durchbruch”, freut sich Siyu Huang, CEO von Factorial Energy und sieht somit eine Umsetzung dieser Batterietechnologie aus der Forschung heraus in die Realität.

Resultate

Durch die enge Zusammenarbeit beim Design der Batterie und der Nutzung dieser Technologie konnten beide Unternehmen die Architektur der Batterie-Packs verbessern, um das Gewicht zu reduzieren und die Gesamtsystemeffizienz zu optimieren. Diese Gewichtseinsparungen verbessern die Reichweite der Fahrzeuge unmittelbar und unterstützen nachhaltigere und erschwinglichere Stromer.

Demonstrationsflotte

75 Millionen US-Dollar hatte Stellantis in Factorial Energy im Jahr 2021 investiert. Nun zahlt sich dieses Engagement aus. Bis 2026 will der Automobilhersteller die Festkörperbatterien von Factorial in eine Demonstrationsflotte integrieren und somit einen wichtigen Schritt in Richtung Kommerzialisierung tun. Mit der geplante Demonstrationsflotte soll die Batterietechnologie unter realen Fahrbedingungen auf Herz und Nieren erprobt und bewertet werden.  (se)

(ID:50400212)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung