Umfrage Fast 70 Prozent würden Mikromobilitäts-Angebote für den Arbeitsweg nutzen

Nicht überall sind E-Scooter und Co. gern gesehen. Eine Umfrage von McKinsey zeigt nun allerdings, dass für eine Mehrheit entsprechende Angebote für tägliche Wege zur Arbeit in Frage kommt – auch in Deutschland. Zwei Mikromobilitäts-Optionen sind hierzulande sogar beliebter als im globalen Durchschnitt.

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Vor allem Fahrräder stehen für den Weg zur Arbeit hoch im Kurs.
Vor allem Fahrräder stehen für den Weg zur Arbeit hoch im Kurs.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Die Unternehmensberatung McKinsey ist sich sicher: Mikromobilität ist gekommen, um zu bleiben. So lautet zumindest die Headline eines jüngst veröffentlichten Beitrags des Unternehmens. Im Vorfeld hatte McKinsey im Sommer insgesamt mehr als 6.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt, welches Mikro-Verkehrsmittel sie am liebsten für ihren täglichen Weg zur Arbeit nutzen würden.

Dabei gab global betrachtet nur knapp ein Drittel (31 %) an, dass es für sie nicht infrage käme, auf Räder, E-Scooter oder Mopeds zu steigen und sie stattdessen andere Verkehrsmittel wie ein privates Auto oder die eigenen Füße bevorzugen würden. Am gefragtesten waren mit 40 Prozent Zustimmung Fahrräder. 16 Prozent gaben an, gerne Mopeds für den Arbeitsweg nutzen zu wollen. E-Scooter erhielten 12 Prozent Zustimmung.

Unter den verschiedenen Ländern, in denen McKinsey die Umfrage durchführte, zeigten sich teils deutliche Unterschiede. So zeigte sich in Großbritannien beispielsweise fast die Hälfte (46 %) skeptisch gegenüber der Mikromobilität. Die größte Zustimmung gibt es in China (86 %). In Deutschland zeigten sich 66 Prozent bereit dazu, die entsprechenden Möglichkeiten zu nutzen.

Überdurchschnittlich fiel in Deutschland sogar die Zustimmung für Räder (42 %) und E-Scooter (13 %) aus. Die Studienautoren führen das darauf zurück, dass hierzulande Sharing-Systeme für entsprechende Angebote schon vergleichsweise weit verbreitet seien. Die extrem hohe Akzeptanz für Mopeds in China lasse sich beispielsweise damit erklären, dass dort für Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h kein Führerschein nötig ist.

Das rät McKinsey Anbietern und Städten

Mikromobilitäts-Anbietern rät McKinsey aufgrund der Ergebnisse, sich vor einem Launch genau mit den Mobilitäts-Vorlieben vor Ort vertraut zu machen. Bislang sei es noch eher der Standard-Weg, zunächst neue Städte auszusuchen und sich erst dann mit den Gegebenheiten zu befassen. Im Zweifel würden Anbieter dann ihr Portfolio später erweitern. Dadurch könnten aber die Investitionsausgaben immer weiter steigen, warnen die Autoren.

Städte wiederum sollten nach Ansicht der McKinsey-Experten vor allem auf Anbieter mit einer breiten Produktpalette setzen. Zudem erachten es die Autoren als hilfreich, wenn die Kommunen eine entsprechende Infrastruktur für das Fahren und Parken der Mikromobile einrichten. Vor solchen Schritten sollte aber immer sichergestellt werden, ob die Bevölkerung vor Ort neue Mobilitätsformen überhaupt unterstützt.

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