Null Emissionen bis 2050 Energieagentur empfiehlt Verbrenner-Verbot

Autor / Redakteur: dpa/SP-X / Tanja Schmitt

Die weltweite Energieproduktion kann bis 2050 klimaneutral sein. Dafür sind allerdings einschneidende Maßnahmen nötig, sagt die Internationale Energieagentur – und spricht von der „vielleicht größten Herausforderung, der sich die Menschheit jemals gestellt hat“.

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Den Opel Corsa gibt's als Benziner- und Elektrovariante. Ersterer dürfte bald ausgedient haben.
Den Opel Corsa gibt's als Benziner- und Elektrovariante. Ersterer dürfte bald ausgedient haben.
(Bild: Opel)

Um das Netto-Nullemissionsziel bis 2050 zu erreichen, ist einem Bericht zufolge eine beispiellose Transformation im Energiesektor notwendig. Die bisherigen Klimazusagen der Regierungen reichten nicht aus, heißt es in einem am Dienstag (18. Mai) veröffentlichtem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris. Es gebe einen Weg, das Nullemissionsziel bis 2050 zu erreichen, dieser sei aber schmal. Die Art und Weise, wie Energie weltweit produziert, transportiert und genutzt wird, müsse sich fundamental ändern, heißt es weiter.

Die IEA spricht sich in diesem Zug für einen weltweiten Verkaufsstopp für Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 aus. Die Forderung ist Teil der nun veröffentlichten Roadmap 2050, die den Weg in eine emissionsfreie Zukunft aufzeigen soll. Zu den rund 400 vorgeschlagenen Schritten zählt außerdem der sofortige Stopp von Investitionen in die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasfelder und den Bau neuer Kohlekraftwerke. Zudem soll der Energiesektor ab 2040 bei den CO2-Emissionen Netto-Null-Niveau erreichen.

Weg von der Kohle und dem Verbrenner

Es dürfe etwa ab heute keine Investitionen in neue Projekte zur Versorgung mit fossilen Brennstoffen mehr geben. Es dürften keine weiteren endgültigen Investitionsentscheidungen für neue Kohlekraftwerke getroffen werden. Der Bericht sieht vor, dass die am wenigsten effizienten Kohlekraftwerke bis 2030 abgeschaltet, und die verbleibenden Kohlekraftwerke, die bis 2040 noch in Betrieb sind, nachgerüstet werden.

Die Politik müsse auf einen massiven Einsatz aller verfügbaren sauberen und effizienten Energietechnologien setzen und gleichzeitig Innovation global beschleunigen. Es handele sich bei dieser Transformation um die vielleicht größte Herausforderung, der sich die Menschheit jemals gestellt habe, so Fatih Birol, der Direktor der IEA, laut Mitteilung. Die Regierungen müssten ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung sauberer Energietechnologien schnell erhöhen und diese in den Mittelpunkt der Energie- und Klimapolitik stellen. Der Übergang müsse auch fair und inklusiv sein.

Erneuerbare Energien sind die Zukunft

Im Jahr 2050 müsse der Energiesektor weitgehend auf erneuerbaren Energien statt fossilen Brennstoffen beruhen. Zwei Drittel der gesamten Energieversorgung im Jahr 2050 würden aus Wind, Sonne, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft stammen, schreiben die Experten. Autos würden hauptsächlich mit Strom betrieben, die Luftfahrt setze weitgehend auf Biokraftstoffe und synthetische Kraftstoffe. Das Ziel: „Im Jahr 2050 stammen fast 90 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen (...). Der Rest kommt größtenteils aus der Kernenergie.“

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