Elektromobilität Einer der größten Autohändler Deutschlands produziert und verkauft künftig auch Strom

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Christoph Seyerlein

Die Wellergruppe ist bislang vor allem für Autos bekannt. Über 35.000 Fahrzeuge verkaufte der Händler zuletzt im Jahr. Jetzt will das Unternehmen sein Angebot um klimafreundliche Produkte erweitern.

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Die Wellergruppe nimmt schrittweise ihre 28 Autohäuser energetisch unter die Lupe.
Die Wellergruppe nimmt schrittweise ihre 28 Autohäuser energetisch unter die Lupe.
(Bild: Wellergruppe)

Mit einer Investitionssumme von über zwei Millionen Euro will die Berliner Wellergruppe ihren Beitrag zur Klimaneutralität leisten. Der geschäftsführende Gesellschafter Burkhard Weller widmet sich dabei sowohl der Energieversorgung als auch dem Ausbau der Ladeinfrastruktur seiner 28 Autohausstandorte.

„Mittelfristig werden wir unser eigener Stromproduzent werden und unsere erzeugte Energie durch unsere eigene Ladeinfrastruktur an unsere Kunden und weiteren Elektromobilisten weitergeben“, schildert Weller den Plan. Im laufenden Jahr habe die Gruppe bisher 3.600 Ladevorgänge an ihren öffentlichen Ladepunkten verzeichnet.

Standorte werden klimaschonend umgerüstet

Das Investitionsprogramm startet am B&K-Standort in Celle: Das Dach des BMW- und Mini-Autohauses wird mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet. Die Kosten dafür beziffert die Wellergruppe mit 450.000 Euro.

Darüber hinaus prüft die Handelsgruppe, die die Fabrikate Toyota, Lexus, Seat, Cupra, BMW und Mini vertreibt, aktuell sämtliche Immobilien auf mögliche klimafreundlichere Heiz- und Wärmetechnologien.

Als Pilotbetrieb fungiert dabei der B&K-Standort in Bad Salzuflen: Die geplante Umrüstung auf eine Holzpellet-Heizung lässt sich die Wellergruppe 150.000 Euro kosten.

Über die Wellergruppe

Die Wellergruppe mit Hauptsitz in Berlin ist insgesamt an mehr als 30 Standorten in Deutschland aktiv. 2020 verkaufte das Unternehmen rund 35.000 Fahrzeuge und erwirtschaftete einen Umsatz von etwa 900 Millionen Euro. Für die Gruppe arbeiten rund 1.900 Menschen.

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