Neuzulassungen E-Auto-Wachstum in Europa schwächt sich etwas ab

Von Jens Rehberg

Nach aktuellen Zahlen des Herstellerverbandes Acea waren die europäischen Neuzulassungen im ersten Verkaufsmonat des angelaufenen Jahres etwas rückläufig. Zudem ist die Schlussverkaufsstimmung im elektrifizierten Segment aus dem Dezember wieder abgeklungen.

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Neuwagen werden weiterhin ausgeliefert. Doch im Januar 2022 waren es europaweit nochmals weniger als im eh schon schwachen Vorjahresmonat.
Neuwagen werden weiterhin ausgeliefert. Doch im Januar 2022 waren es europaweit nochmals weniger als im eh schon schwachen Vorjahresmonat.
(Bild: Rehberg / VCG)

In Europa sind – noch immer primär aufgrund des Halbleitermangels – im Januar weniger Neufahrzeuge zugelassen worden als ein Jahr zuvor. Mit 822.423 Einheiten lag die Monatsbilanz der Länder der EU, der Efta und von Großbritannien 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie der Herstellerverband Acea am Donnerstag berichtete.

Dabei entwickelten sich die Ländermärkte sehr unterschiedlich: In Italien und Frankreich wurden jeweils knapp ein Fünftel weniger Neufahrzeuge zugelassen als im Januar 2021. Der spanische Neuwagenmarkt legte um ein Prozent zu. In Deutschland ließen die Behörden 8,5 Prozent mehr Neuwagen zu als vor 12 Monaten. Und in Großbritannien kamen sogar 27,5 Prozent mehr Einheiten auf die Straße – das dortige Volumen war im Januar mit rund 115.000 Neuzulassungen wieder größer als das in Italien (108.000) oder Frankreich (103.000).

Ford, Stellantis und Mercedes gehen runter

Im Vergleich der großen Autobauer musste unter anderem Stellantis Federn lassen. Gegenüber dem Vorjahr wurden Fahrzeuge der Marken Peugeot, Opel oder Citroën um 12,4 Prozent seltener neu zugelassen. Auch das Ford-Volumen schrumpfte zum Vorjahresmonat (-16,9 %). Mercedes lag europaweit 11,4 Prozent unter dem Niveau des Januars 2021.

Deutlich zulegen konnten dagegen Hyundai mit Fahrzeugen seiner gleichnamigen Marke (+32,3 %) sowie Kia: Hier stieg die Zahl der Neuzulassungen um rund 38,3 Prozent. Auch Toyota konnte zweistellig wachsen (+13,5 %).

Der Absatz von rein batteriebetriebenen Elektroautos (BEVs) und Plug-in-Hybriden (PHEVs) stieg in den fünf größten Märkten Westeuropas im Januar um 32 Prozent – im Gesamtjahr 2021 hatte das Wachstum bei 74 Prozent gelegen. Nach Zahlen von Ernst & Young-Partner Peter Fuß stiegen die PHEV-Neuzulassungen im Januar in den Top-5-Märkten allerdings nur noch um 11 Prozent. Bei den BEVs hingegen war ein Plus von 59 Prozent zu verzeichnen.

Jede vierte Dezemberzulassung war ein E-Auto

Immerhin stieg der Marktanteil elektrifizierter Neuwagen im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat in den Top-5-Märkten Europas von 12,8 auf 17,3 Prozent. Damit lag er allerdings deutlich unter dem Dezember-Wert, als sich die Hersteller bemühten, die ambitionierten Emissionsziele zu erreichen und verstärkt E-Autos in den Markt drückten. Das hatte zu einem Rekord-Elektromarktanteil in den Top-5-Märkten von 25,2 Prozent geführt.

Deutschland wies demnach im Januar mit 21,6 Prozent den höchsten Marktanteil elektrifizierter Neuwagen auf, gefolgt von Großbritannien (20,4 %) und Frankreich (17,6 %).

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