Pkw-Dichte in Deutschland Autoland Deutschland: Auf 1.000 Einwohner kommen 590 Autos

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Des Deutschen liebstes Hobby ist das Auto, so heißt es dem Volksmund nach. Und daran lässt sich kaum rütteln, denn die Zahl der Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner nimmt seit Jahren zu. Zum Jahresanfang 2025 kamen also theoretisch 0,59 Pkw auf jeden Einwohner des Landes.

In ländlichen Gegenden ist das ÖPNV-Angebot für den Alltag meist unzureichend. Entsprechend notwendig sind Pkw.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
In ländlichen Gegenden ist das ÖPNV-Angebot für den Alltag meist unzureichend. Entsprechend notwendig sind Pkw.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Steht vor Ihrem Haus ein Auto? Parken vielleicht gar zwei in der Garage, oder mehr? Insbesondere in ländlichen Gegenden ist der Pkw ein oftmals unverzichtbares Werkzeug für die individuelle Mobilität, während sich in den Großstädten mittlerweile viele Einwohner auf den ÖPNV und Carsharing verlassen können. Nicht umsonst heißt es im Volksmund, dass das Auto des Deutschen liebstes Hobby ist.

Und das stützen auch die Statistiken. Auf Basis der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie auf Berechnungen für den Regionalatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hat Destatis festgestellt, dass Anfang 2025 590 Personenkraftwagen auf 1.000 Einwohner Deutschlands kommen. Statistisch sind Sie also Eigentümer von 0,59 Autos, auch wenn Sie gar keines haben. Spaß beiseite: Der Wert ist seit 2008 stetig angestiegen. 2024 lag die Pkw-Dichte bei 588 Autos pro 1.000 Einwohner, im Jahr 2023 bei 587.

Abbild des Mobilitätsbedarfs

Vergleich der Pkw-Dichte im Jahr 2024 und im Jahr 2025 nach Bundesland.(Bild:  Destatis)
Vergleich der Pkw-Dichte im Jahr 2024 und im Jahr 2025 nach Bundesland.
(Bild: Destatis)

Dass die eingangs aufgestellte These von vielen Pkw in ländlicheren Bereichen und weniger Autos in Großstädten nicht nur logisch, sondern auch korrekt ist, zeigen regionale Unterschiede in der Pkw-Dichte. „Am höchsten war sie 2025 in den westlichen Flächenländern Saarland (646 Pkw pro 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner), Rheinland-Pfalz (641) und Bayern (635). Die niedrigste Pkw-Dichte wiesen die Stadtstaaten Berlin (334), Bremen (427) und Hamburg (435) auf – unter anderem wegen eines besonders dichten ÖPNV-Netzes. Den niedrigsten Wert in einem Flächenland gab es in Sachsen mit 542. Gegenüber dem Vorjahr ist die Pkw-Dichte nicht in allen Bundesländern angestiegen: Einen Rückgang gab es in allen drei Stadtstaaten und in Hessen, wo sie von 623 auf 622 im Jahr 2025 sank“, berichtet das Statistische Bundesamt.

Die Menge der zugelassenen Pkw befindet sich ebenfalls auf einem Höchststand, denn zum 1. Januar 2025 waren 49,3 Millionen Personenkraftfahrzeuge zugelassen – rund 200.000 mehr als am 1. Januar 2024.

Elektromobilität auf dem Vormarsch? Leider nein.

Einer der Stützpfeiler hin zu einer nachhaltigeren Individualmobilität bilden E-Fahrzeuge. Deren Anteil ist mit 1,65 Millionen Fahrzeugen an den insgesamt fast 50 Millionen zugelassenen Autos recht gering – es sind 3,3 Prozent. Immerhin ist der Anteil der E-Autos an den neu zugelassenen Pkw im ersten Halbjahr 2025 deutlich höher. 250.000 reine E-Autos wurden zugelassen, was einem Anteil von 17,7 Prozent an allen Neuzulassungen entspricht.

Luftverpester Auto?

Das Destatis hält auf Basis seiner Daten fest, dass trotz des Anstiegs der Pkw-Dichte keine stetige Zunahme der CO₂-Emissionen einhergegangen ist. Im Gegenteil: „Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 nahmen die CO₂-Emissionen im Straßenverkehr insgesamt um 13,8 % ab. Damals hatten sie noch 176 Millionen Tonnen betragen.“ En détail: Den umweltökonomischen Gesamtrechnungen zufolge wurden im Jahr 2023 insgesamt 154,7 Millionen Tonnen CO₂ im Straßenverkehr ausgestoßen, darunter 88,9 Millionen Tonnen von privaten Haushalten. Im Schnitt entsprach dies knapp 1,1 Tonnen CO₂ pro Kopf. (sb)

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