Festkörperbatterie Donut Labs Rekord-Akku gibt es offenbar nicht

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Anfang dieses Jahres hat das finnische Unternehmen Donut Lab einen angeblichen Feststoff-Akku vorgestellt – mit herausragenden technischen Daten. Eine Recherche zeigt jetzt etliche Unstimmigkeiten.

Laut einer Recherche ist der von Donut Lab vorgestellte Feststoff-Akku tatsächlich eine Lithium-Ionen-Batterie.(Bild:  Ryan Hughes, Screenshot: Youtube/Thomas Günnel)
Laut einer Recherche ist der von Donut Lab vorgestellte Feststoff-Akku tatsächlich eine Lithium-Ionen-Batterie.
(Bild: Ryan Hughes, Screenshot: Youtube/Thomas Günnel)

Anfang des Jahres 2026 verkündete das finnische Startup Donut Lab einen Durchbruch bei Feststoffbatterien: eine Energiedichte von 400 Wh/kg, fünf Minuten von Ladestand Null auf rund 90 Prozent, rund 100.000 mögliche Ladezyklen – und das alles ohne kritische Materialien wie Lithium. Entsprechend günstig wäre der Akku herzustellen.

Nach und nach gab das Unternehmen in den folgenden Monaten technische Daten und Messergebnisse frei. Unklar blieb, ob die Ergebnisse unter realen Bedingungen möglich sind oder nur im Labor. Experten waren weiterhin skeptisch, Yang Hongxin, Chef des Batterieherstellers Svolt, bezweifelte öffentlich die Aussagen von Donut Lab. Er behält offenbar Recht.

Rekord-Batterie ist offenbar ein Li-Ion-Akku

Die Recherche des britischen Youtubers und promovierten Mechatronikers, Ryan Hughes, legt jetzt nahe, dass Donut Labs in weiten Teilen übertrieben hat. Demnach basiert der angebliche Rekord-Akku auf Lithium-Ionen-Zellen und stammt aus Deutschland.

Um das herauszufinden, hat Hughes nach eigenen Angaben mit mehreren Batterie-Experten gesprochen, bezieht sich außerdem unter anderem auf geleakte Geheimhaltungsvereinbarungen, Test-Dokumente von Donut Labs und Aussagen involvierter Unternehmen.

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