Cogo Dieses Start-up will zum Vergleichsportal für Sharing-Mobility werden

Preise für Hotels, Smartphone-Tarife, Versicherungen und Co. über Portale zu vergleichen, ist längst gängige Praxis. Bei Mobilitätsangeboten fällt das dagegen ungleich schwerer. Das dänische Start-up Cogo will das ändern.

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Cogo vergleicht die Angebote verschiedener Mikromobilitäts-Anbieter.
Cogo vergleicht die Angebote verschiedener Mikromobilitäts-Anbieter.
(Bild: Cogo)

Viele nutzen sie auf der Suche nach dem günstigsten Smartphone-Tarif, dem passenden Strom-Vertrag oder die richtige Versicherung: Vergleichsportale. Das dänische Start-up Cogo will diese Idee auch für die Mobilitäts-Branche aufgreifen.

Die Zahl der Anbieter am Markt wächst rasant. Wer in Berlin beispielsweise einen E-Scooter ausleihen will, kann derzeit zwischen fünf Anbietern wählen. Doch bei welchem passt der Preis oder von welchem steht ein Tretroller in unmittelbarer Nähe? Cogo will solche Fragen gebündelt beantworten. Interessenten sollen somit nicht mehr in der App des jeweiligen Anbieters checken müssen, wo der nächste Scooter geparkt ist.

Bereits in über 100 Ländern verfügbar

Bereits jetzt sei Cogo in mehr als 100 Ländern und über 500 Städten verfügbar. Nach eigenen Angaben kann das Unternehmen die Angebote von insgesamt gut 250 Sharing-Anbietern aus dem Mobilitätsumfeld vergleichen. Bislang ist die 2020 in Kopenhagen gegründete Plattform eigenen Aussagen zufolge vor allem in Süd- und Nordeuropa stark vertreten.

Nun will Cogo auch in großen europäischen Märkten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien stärker Fuß fassen. Helfen soll dabei die Übernahme des ebenfalls dänischen Mobilitäts-Aggregators E-Scoot. Jene Plattform ist auf den Preisvergleich von Sharing-Elektroautos spezialisiert. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen machten beide Seiten in einer Mitteilung keine Angaben.

Cogo selbst hatte 2021 in einer Finanzierungsrunde eine Million Euro eingesammelt. Hinter dem Unternehmen stehen ehemalige Momondo-Manager. Sie wollen den Sharing-Markt für Kunden transparenter gestalten. Gerade beim Preis gibt es häufig gravierende Unterschiede. So vermeldete Cogo beispielsweise im vergangenen Herbst, dass eine Fahrt mit einem Sharing-Bike in Kopenhagen von Nørreport nach Nyhavn je nach Anbieter zwischen 2,30 Euro und 4 Euro kosten könne. Die Preise können sich demzufolge um bis zu 75 Prozent unterscheiden.

Nächste Schritte: In-App-Buchung und -Bezahlung

Rein auf das Preis- und Angebote-Vergleichen will sich Cogo in Zukunft aber nicht beschränken. Schließlich kann man auch in anderen Branchen über die Platzhirsche direkt buchen. In diese Richtung soll es auch bei den Dänen gehen. In-App-Buchung und -Bezahlung seien die nächsten Schritte, kündigte CEO Robin Eriksson an. „Man sollte nicht zwischen 20 verschiedenen Apps herumfummeln müssen, nur um eine Fahrt zu buchen oder einen Roller zu finden. Das ist ein langsamer und lästiger Prozess für die Nutzer, denn sie wollen einfach nur scannen und losfahren“, sagte er.

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