Streetscooter Deutsche-Post-Manager: „Für 10.000 Fahrzeuge wirtschaftlich tödlich“

Redakteur: Svenja Gelowicz

Nachdem ein Grünen-Politiker bei Tesla-Chef Elon Musk um Hilfe für den Streetscooter gebeten hat, spricht nun ein Manager der Deutschen Post über die Probleme, die das Unternehmen mit den E-Transportern hat.

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Die Deutsche Post will die E-Transportersparte Streetscooter loswerden.
Die Deutsche Post will die E-Transportersparte Streetscooter loswerden.
(Bild: Streetscooter/ DHL)

Die Deutsche Post will die E-Transportersparte Streetscooter loswerden. Bislang konnte das Unternehmen noch keinen Käufer finden. Nun hat sich jüngst der Grünen-Politiker Oliver Krischer mit einem offenen Brief an Tesla-Gründer Elon Musk gerichtet: Ob er nicht die Übernahme von Streetscooter prüfen könne?

Jörg Salomon, Vice President E-Mobilität bei der Deutschen Post, sagte dazu nun bei einer virtuellen Gesprächsrunde der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, sein Unternehmen habe dafür nicht bei dem Tesla-Chef angefragt. Der Manager erklärte zu den Schwierigkeiten bei Streetscooter weiter, Fahrzeuge herzustellen sei eben nicht das Kerngeschäft. „Das ist sehr aufwendig, so ein Fahrzeug ist hochkomplex“.

Zu wenig Nachfrage für Streetscooter

Die Nachfrage sei zu gering, um den Aufbau eines Fahrzeugherstellers zu rechtfertigen. So könne man auch bestimmte Sicherheitsfeatures für die Transporter bei den geringen Stückzahlen wirtschaftlich nicht abbilden. „Für 10.000 Fahrzeuge ist es wirtschaftlich tödlich, die zu verrechnen."

Nächstes Jahr will die Deutsche Post nochmal weitere Fahrzeuge bauen, sagte der Manager weiter. „Technisch ist der Streetscooter gut." Die Deutsche Post sei sehr intensiv am Markt unterwegs und suche Käufer oder Partner. Gefunden hat das Unternehmen bekanntermaßen niemanden.

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