China-Marke BYD will Produktpalette in Europa schnell erweitern

Von Andreas Wehner

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Der chinesische Autobauer BYD hat den offiziellen Startschuss für den Vertrieb in Europa gegeben. Mit welchen drei Elektromodellen die Chinesen noch in diesem Jahr in Deutschland und weiteren Märkten starten, ist bekannt. Doch die Produktpalette könnte schon bald wachsen.

Auf der Pariser Automesse steht die Mittelklasse-Limousine Seal – ein klares Indiz dafür, dass das Fahrzeug in Kürze die europäische Produktpalette der Chinesen ergänzt.
Auf der Pariser Automesse steht die Mittelklasse-Limousine Seal – ein klares Indiz dafür, dass das Fahrzeug in Kürze die europäische Produktpalette der Chinesen ergänzt.
(Bild: Wehner/Vogel Communication Group)

Beim chinesischen Autohersteller BYD stehen nach den drei bereits angekündigten Fahrzeugen weitere Modelle für den europäischen Markt in den Startlöchern. So zeigt BYD aktuell auf der Pariser Automessen den Tesla-Model-3-Konkurrenten Seal. Dass die Chinesen dieses Auto nach Europa bringen wollen, ist kein Geheimnis mehr. Offiziell steht das Auto in Paris, um die Reaktionen der Kunden zu testen. Die Markteinführung ist jedoch laut Insidern bereits beschlossene Sache. Der Seal könnte noch im ersten Quartal als viertes Modell starten.Er steht auf BYDs jüngster Elektroplattform 3.0 und ist nach dem Cell-to-Body-Konzept designt, das heißt, die Batterie ist in die Karosserie integriert.

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Ebenfalls in den Startlöchern steht offenbar das Plug-in-Hybrid-SUV Song, das durch die Kombination von Elektroantrieb und Verbrenner auf eine Reichweite von bis zu 1.100 Kilometer kommen soll. Der kompakte Dolphin könnte ebenfalls schon bald zu den europäischen Kunden rollen.

In Sachen Ladeinfrastrukur hat BYD sich mit Shell zusammengetan und bietet seinen Kunden die Nutzung des Shell-Recharge-Netzes an. Doch die Kooperation geht noch weiter. In China bauen die beiden Unternehmen so genannte EV-Hubs. Über 10.000 Ladepunkte sollen noch in diesem Jahr in Shenzen entstehen, weitere in ganz China sollen folgen. Und auch in Europa ist eine solche Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen.

BYD hatte Ende September den Markteintritt in Europa angekündigt und ausgewählten Journalisten die ersten drei Modelle vorgestellt: das Kompakt-SUV Atto 3 (ab 38.000 Euro), den deutlich größeren, siebensitzigen Tang (ab 72.000 Euro) sowie die Limousine Han (ab 72.000 Euro).

BYD hatte seine drei Modelle für den Europastart vor wenigen Wochen ausgewählten Pressevertretern vorgestellt. Der 4,45 Meter lange Atto 3 kommt mit einer 60,5 kWh großen Batterie, die für 420 Kilometer Reichweite nach WLTP gut ist, Frontantrieb und einer Motorleistung von 150 kW/204 PS.

Der 4,87 Meter lange Tang bietet sieben Sitzplätze. Dank zwei Elektromotoren, die zusammen 380 kW/516 PS leisten, besitzt er Allradantrieb. Der Akku hat eine Kapazität von 86,4 kWh, die WLTP-Reichweite liegt bei 400 Kilometern. Die 4,99 Meter lange Limousine Han hat ebenfalls Allradantrieb und 380 kW/516 PS. Die 85,4-kWh-Batterie soll eine Reichweite von 521 Kilometern möglich machen.

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