Alternative Antriebe BMW, Toyota, Repsol und Bosch erproben Nexa 95 unter realen Bedingungen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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In Spanien haben BMW, Toyota, Repsol und Bosch mit einem Pilotprojekt begonnen, in dem der Einsatz von 100 Prozent erneuerbarem Benzin in Bestandsfahrzeuge erprobt wird. Toyota- und BMW-Modelle werden im Rahmen der Initiative mit Nexa 95 von Repsol betankt – unterstützt durch das digitale Kraftstoffverfolgungssystem von Bosch.

BMW, Toyota, Repsol und Bosch starten in Spanien ein Pilotprojekt, um unter realen Bedingungen zu demonstrieren, wie bestehende Fahrzeuge ausschließlich mit erneuerbarem Benzin betrieben werden können.(Bild:  BMW)
BMW, Toyota, Repsol und Bosch starten in Spanien ein Pilotprojekt, um unter realen Bedingungen zu demonstrieren, wie bestehende Fahrzeuge ausschließlich mit erneuerbarem Benzin betrieben werden können.
(Bild: BMW)

Das Pilotprojekt, das Anfang Juli begann, soll das Potenzial von Fahrzeugen, die ausschließlich mit zugelassenen Kraftstoffen (Vehicles running Exclusively on Eligible Fuels, VEEF) betrieben werden, unter realen Bedingungen demonstrieren. Im Rahmen der Initiative kommt eine Flotte von rund 20 Fahrzeugen der Marken Toyota und BMW zum Einsatz, die mit dem zu 100 erneuerbaren Benzin von Repsol, Nexa 95, betrieben und durch die digitale Kraftstoffverfolgungstechnologie von Bosch unterstützt werden. Ziel dieses Pilotprojekts ist es, konkrete, praxisnahe Belege dafür zu liefern, dass Fahrzeuge, die ausschließlich mit zugelassenen Kraftstoffen betrieben werden, effektiv in großem Maßstab eingesetzt werden können.

Was sollen das Projekt bewirken?

Mit dem Pilotprojekt wollen die Partner mit einem komplementären, technologieneutralen Ansatz beitragen, die Mobilität in Europa zu dekarbonisieren. Dabei konzentriert man sich auf folgende Ziele:

  • Verfügbarkeit von erneuerbarem Benzin auf dem Markt – unter Nutzung der Infrastruktur von Repsol, dem derzeit einzigen Anbieter von 100 % erneuerbarem Benzin an öffentlichen Tankstellen in Spanien
  • Einsatzbereitschaft digitaler Nachverfolgungs- und Zertifizierungstechnologien – ermöglicht durch das „Digital Fuel Twin“-System von Bosch, das die Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe über den gesamten Lebenszyklus hinweg zertifiziert
  • Operativer Einsatz von VEEF-Flotten – um zu demonstrieren, dass bestehende Fahrzeuge bereits heute mit 100% erneuerbaren Kraftstoffen unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur betrieben werden können

Das System von Bosch wird Betankungsdaten aus verschiedenen Quellen – darunter Fahrzeugdaten, Tankstellen und Tankkartentransaktionen – erfassen und validieren und so eine zuverlässige, transparente Nachverfolgung des Verbrauchs erneuerbarer Kraftstoffe gewährleisten. Eine skalierbare Lösung unter Nutzung bestehender Fahrzeuge und Infrastruktur Im Gegensatz zu Lösungen, die neue Fahrzeugtechnologien oder Infrastrukturinvestitionen erfordern, nutzt das Pilotprojekt bestehende Toyota- und Lexus-Pkw, die von Toyota España (TES) bereitgestellt werden, sowie Fahrzeuge aus der BMW-Flotte in Spanien.

Damit zeigt sich die unmittelbare Skalierbarkeit erneuerbarer Kraftstoffe als Drop-in-Lösung zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs. Das erneuerbare Benzin „Nexa 95“ von Repsol wird aus RED-konformen Rohstoffen hergestellt und bietet im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen erhebliche Reduzierungen der Treibhausgasemissionen, während es gleichzeitig vollständig kompatibel mit den heutigen Benzinmotoren und der bestehenden Infrastruktur bleibt.

Spanien wurde aufgrund der Verfügbarkeit von erneuerbarem Benzin, der engen Zusammenarbeit mit den Partnern und der operativen Unterstützung durch Toyota España als optimaler Standort für dieses Projekt ausgewählt.

Datenbasis zur Verfügung stellen

Das Pilotprojekt soll fundierte Daten und Erkenntnisse liefern, die die laufenden politischen Diskussionen in Europa über die Dekarbonisierung des Automobilsektors unterstützen. Weil sich die EU-Politik derzeit vorwiegend auf die Elektrifizierung konzentriert, erhofft man sich mit dem Projekt zu zeigen, dass erneuerbare Kraftstoffe eine ergänzende und skalierbare Rolle bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen spielen können. Daten und Zwischenergebnisse des Pilotprojekts sollen an politische Entscheidungsträger in der EU, Akteure der Branche und die Medien weitergegeben werden und so zu Diskussionen über Technologieneutralität und die mögliche Einbeziehung von VEEF-Fahrzeugen in künftige Rechtsrahmen beitragen. (se)

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