Made in Germany Batteriezellfertigung: FFB Fab in Münster feiert Richtfest

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster nimmt langsam Gestalt an: Am 13. Juli 2026 wurde im Beisein von Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär Richtfest gefeiert.

Wie Deutschland ein führender Standort für Batterietechnologien und wettbewerbsfähige Batteriezellproduktion werden kann, diskutierten Dr. Christoph Weber (Director Innovation & Engineering Deutschland, ACC), Prof. Dr. Simon Lux (Institutsleiter Fraunhofer FFB), stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sowie Ministerialdirigent Engelbert Beyer (BMFTR).(Bild:  Michael Möller)
Wie Deutschland ein führender Standort für Batterietechnologien und wettbewerbsfähige Batteriezellproduktion werden kann, diskutierten Dr. Christoph Weber (Director Innovation & Engineering Deutschland, ACC), Prof. Dr. Simon Lux (Institutsleiter Fraunhofer FFB), stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sowie Ministerialdirigent Engelbert Beyer (BMFTR).
(Bild: Michael Möller)

In Münster-Amelsbüren entsteht eine groß dimensionierte Forschungsinfrastruktur – für Batteriezellen bis zum Gigawatt-Maßstab – um bei der Batterieproduktion „die Brücke zwischen Forschung, Pilotierung und industrieller Skalierung“ zu schlagen, wie Ministerpräsident Hendrik Wüst beim Richtfest erklärte. Bund und Land investieren in das Gesamtvorhaben gemeinsam rund eine Milliarde Euro – der Bund stellt bis zu 750 Millionen Euro für den Aufbau des Forschungsbetriebs bereit, das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 320 Millionen Euro als Bauherr. Größte Zuwendungsnehmerin und Konsortialführerin des Großprojekts ist die Fraunhofer-Gesellschaft. Diese realisiert das Projekt gemeinsam mit weiteren Standortpartnern: dem MEET-Batterieforschungszentrum der Universität Münster, dem Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen sowie dem Helmholtz-Institut Münster, einer Außenstelle des Forschungszentrums Jülich. NRW.URBAN realisiert den Bau im Treuhandauftrag des Landes.

Von der Technologiereife zur Großserie

Seit Anfang 2024 ist die „FFB PreFab“, der erste Bauabschnitt, in Betrieb. Mehr als 140 Wissenschaftler treiben dort bereits die industrienahe Fertigung von Batteriezellen voran. In der vollständig digitalisierten Forschungsfabrik wird der gesamte Produktionsprozess von der Wareneingangskontrolle bis zur formierten Batteriezelle abgebildet – von der Laborprobe über erste Muster bis zur Kleinserie auf einer Pilotlinie. In der „FFB Fab“ als zweitem Bauabschnitt entstehen auf mehr als 20.000 Quadratmetern Produktionsanlagen im Gigafactory-Maßstab. Zusammen bilden beide Gebäude auf dem rund 56.000 Quadratmeter großen Gesamtgelände einen Standort, der den vollständigen Weg von der Technologiereife im Labor bis zur Großserie unter einem Dach abdeckt. Unternehmen erhalten hier die Gelegenheit, seriennahe Produktionsprozesse, neue Batteriezellen und moderne Anlagentechnik zu erproben und weiterzuentwickeln. (se)

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