Elektromobilität Bericht: Sono Motors peilt US-Börsengang an

Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Münchener Solarauto-Hersteller Sono Motors könnte sich frisches Geld an der US-Börse besorgen. Dafür prüft das Unternehmen nicht nur einen klassischen Börsengang.

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Sono Motors peilt Insidern zufolge einen Börsengang an.
Sono Motors peilt Insidern zufolge einen Börsengang an.
(Bild: Sono Motors)

Sono Motors prüft einen Börsengang in den USA. Das Münchener E-Auto-Start-up könnte dabei mit über einer Milliarde Dollar bewertet werden. Das hat die Nachrichtenagentur „Reuters“ mit Verweis auf mehrere Insider berichtet (Montag).

Dabei arbeite das Unternehmen mit den Investmentbanken Citi und Berenberg zusammen. Laut dem Bericht lotet Sono Motors zwei Optionen aus: einen klassischen Börsengang oder einen Zusammenschluss mit einer bereits börsennotierten Mantelgesellschaft, SPAC genannt (Special Purpose Acquisition Company). Solche Mantelfirmen existieren lediglich, um andere Unternehmen an die Börse zu bringen.

Laut „Reuters“ hat Sono Motors bereits einen Antrag auf einen Börsengang bei der U.S. Securities and Exchange Commission gestellt. Sowohl Sono Motors als auch die Banken haben sich dazu nicht geäußert.

Sono Motors hat Fertigung im Visier

Sono Motors will die Fertigung seines Solarstromers Sion in der zweiten Jahreshälfte starten. Produzieren wollen die Münchener die Fahrzeuge in einer ehemaligen Saab-Fabrik im schwedischen Trollhättan gemeinsam mit dem Auftragsfertiger National Electric Vehicle Sweden (NEVS). Auf der Sion-Plattform sollen noch weitere Modelle entstehen. Große Zulieferer wie Continental, Elring Klinger oder RLE International steuern Technik bei. Kosten soll das Solarauto 25.000 Euro vor Zahlung der Elektroauto-Prämie.

Erst im Dezember hatte Sono Motors in einer Finanzierungsrunde 45 Millionen Euro eingesammelt. Größter Geldgeber ist das schwedische Finanzinstitut Swedbank Robur.

Im Januar 2020 wiederum hatte das Start-up 53 Millionen Euro per Crowdfunding eingesammelt. Dem war ein Hilferuf aus Geldnot vorausgegangen. Sono-Chef Laurin Hahn kritisierte in diesem Zuge „klassische Finanzinvestoren“ und deren Fokus auf „aggressives Wachstum und schnelle Profite“. Dies lasse sich nicht mit einem nachhaltigen Unternehmen und ebensolchen Fahrzeugkonzept vereinbaren.

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