Ampel-Parteien Bahn soll sich auf Kerngeschäft konzentrieren

Quelle: dpa

Die drei Parteien, die mutmaßlich demnächst in Berlin den Ton angeben, setzen auf die Bahn – möglicherweise aber nicht in der jetzigen Form.

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Die Berliner Politik fordert mehr Effizienz von der Deutschen Bahn.
Die Berliner Politik fordert mehr Effizienz von der Deutschen Bahn.
(Bild: Deutsche Bahn/Wolfgang Klee)

Die bundeseigene Deutsche Bahn soll sich nach dem Willen von Politikern der künftigen Ampel-Koalition auf ihr Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren – ein Verkauf von Töchtern könnte geprüft werden. Der Grünen-Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar sagte der DPA in Berlin: „Die Deutsche Bahn sollte sich auf ihr Kerngeschäft, den Schienenverkehr, fokussieren. Das ist ein erklärtes Ziel der Grünen. Im Koalitionsvertrag steht eine solche Vereinbarung jedoch nicht.“

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Sören Bartol sagte: „Die künftige Bundesregierung wird die Deutsche Bahn AG als integrierten Konzern im öffentlichen Eigentum halten, dafür hat sich die SPD in den Koalitionsverhandlungen starkgemacht. Dabei wollen wir die internen Strukturen effizienter und transparenter aufstellen. Im Zuge der Umgestaltungen werden wir die Beteiligungen des Konzerns, und im Einzelfall auch einen möglichen Verkauf einzelner Beteiligungen, prüfen.“

Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic kommentierte auf Anfrage: „Wenn es zu einer neuen Ampel-Koalition kommt, ist eine stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft ein Anliegen. Ob und wie das umgesetzt wird, muss aber intern, sachlich und gemeinsam diskutiert werden.“

SPD: Personenverkehr verdoppeln

Bartol sagte, der SPD sei wichtig, dass die Deutsche Bahn das wichtigste Mobilitätsunternehmen für die Verkehrswelt der Zukunft werde. „Im Lichte der Mobilitätswende steht der Konzern vor großen Aufgaben: Bis 2030 wollen wir den Schienengüterverkehr auf 25 Prozent steigern und die Verkehrsleistung im Personenverkehr verdoppeln. Dank Deutschlandtakt soll die Bahn noch attraktiver werden – auch für kurzfristiges Reisen. Dafür braucht es ein starkes Unternehmen.“

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