E-Cargobikes ADAC testet fünf E-Lastenräder – ein Modell fällt durch

Autor / Redakteur: sp-x / Lena Sattler

Der ADAC hat fünf Elektro-Lastenräder mit drei Lenksystemen untersucht. Die Ergebnisse sind unterschiedlich, das Fazit wiederum ist eindeutig: Es lohnt sich, unter anderem in Neigungstechnik zu investieren.

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Fünf Lastenräder mit zweirädriger Vorderachse hat der ADAC genauer unter die Lupe genommen.
Fünf Lastenräder mit zweirädriger Vorderachse hat der ADAC genauer unter die Lupe genommen.
(Bild: ADAC)

Lastenräder mit E-Antrieb gibt es in diversen Spielarten. Eine davon ist das Dreirad mit zweirädriger Vorderachse. Fünf Exemplare dieser Spezies mit drei verschiedenen Lenksystemen hat der ADAC nun genauer unter die Lupe genommen und dabei besonders den Aspekt Kindertransport beleuchtet. Eindeutiges Fazit der Tester: Mehr und dabei zudem in Neigungstechnik zu investieren, lohnt sich.

So hat der ADAC in seinem Lastenrad-Vergleichstest benotet – zum Vergrößern bitte klicken.
So hat der ADAC in seinem Lastenrad-Vergleichstest benotet – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: ADAC)

Testsieger: Chike E-Kids

Die besten Noten gab es entsprechend für die teuersten Modelle, deren Vorderachsen das Bike in Kurven zur Seite kippen aber nicht umkippen lassen. Diese Funktion bietet der Testsieger Chike E-Kids, der die Gesamtnote 2,1 bekommen hat.

Neben dem Fahrverhalten mit wendiger und direkter Lenkung sowie den guten Bremsen hat die Tester die Ausstattung der Cargobox beeindruckt, da sich diese gut für den Kindertransport eignet. Das Chike-Modell liegt mit rund 5.800 Euro allerdings auf gehobenem Preisniveau.

Teuerstes Lastenrad mit der Note „gut“

Ebenfalls mit „gut“ (Gesamtnote 2,4) wurde das Butchers & Bicycles MK1-E Automatik bewertet. Der mit rund 7.600 Euro teuerste Proband im Testumfeld konnte vor allem mit seiner Antriebstechnik punkten, die einen „Bosch Performance Line CX“-Motor mit Riemenantrieb und Automatikgetriebe kombiniert. Gelobt wurden zudem standfeste Bremsen, die hochwertige Ausstattung sowie die Neigungstechnik. Allerdings war das MK1-E nicht so wendig wie das Chike.

Die Modelle Nihola E-Family (4.849 Euro) und das günstige Babboe E-Family (3.249 Euro) wurden jeweils mit „befriedigend“ bewertet. Obwohl das Modell von Nihola über ein im Testumfeld vergleichsweise gutes Antriebssystem verfügt, wurde das Fahrverhalten mit Achsschenkellenkung mit 3,5 am schlechtesten benotet. Auch bei Sicherheit und Verarbeitung hat das Modell nicht wirklich überzeugt.

Gleiches gilt für das Babboe-Dreirad mit Drehschemel-Lenkung. Hier wurde zudem der Antrieb, im Testumfeld der mit der geringsten Reichweite, nur mit „ausreichend“ benotet.

Der ADAC hat unter anderem auch die Reichweiten der Testräder gemessen – zum Vergrößern bitte klicken.
Der ADAC hat unter anderem auch die Reichweiten der Testräder gemessen – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: ADAC)

Ein E-Lastenrad mit „mangelhaft“ bewertet

In den meisten Kategorien leicht besser als das Babboe konnte das Vogue Carry 3 abschneiden. Mit 2.950 Euro ist es das günstigste Rad im Test-Quintett. Offensichtlich wurde allerdings an den Bremsen und der Beleuchtung zu sehr gespart. Diese konnten die Kriterien der Tester nicht erfüllen, weshalb die Gesamtnote 5,0 und somit „mangelhaft“ vergeben wurde.

Generell hat der ADAC noch auf das besondere Fahrverhalten von dreirädrigen Lastenrädern hingewiesen. Dieses wird als gewöhnungsbedürftig bezeichnet. Beim Abbiegen und in den Kurven wird eine entsprechende Körperhaltung sowie eine angepasste Geschwindigkeit angeraten, um einer möglichen Kippgefahr vorzubeugen.

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