Deutsche Bahn 19 Milliarden Euro für neue Züge bis 2030

Quelle: dpa

Nach der Bekanntgabe der Pläne für die Generalsanierung des Schienennetzes folgt nun die Ankündigung der Bahn, bis 2030 rund 19 Milliarden Euro für neue Züge ausgeben zu wollen. Bereits ab nächstem Jahr sollen jeden Monat drei neue ICE aufs Gleis kommen.

Allein für den Fernverkehr plant die Bahn, Züge im Wert von 10 Milliarden Euro zu kaufen. Der Großteil davon entfällt auf den ICE 4 (Foto).
Allein für den Fernverkehr plant die Bahn, Züge im Wert von 10 Milliarden Euro zu kaufen. Der Großteil davon entfällt auf den ICE 4 (Foto).
(Bild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang)

Fahrgäste der Deutschen Bahn können in den nächsten Jahren in zahlreichen neuen Zügen Platz nehmen. Der Konzern investiere bis 2030 mehr als 19 Milliarden Euro in neue Züge, sagte Vorstandschef Richard Lutz am Mittwoch auf der Bahntechnikmesse Innotrans in Berlin.

Das seien einige Milliarden Euro mehr als noch 2019 geplant. Hinzu kommen Investitionen in die Werkstätten. „Moderne Fahrzeuge machen die Bahn nicht nur noch klimafreundlicher, sondern auch zuverlässiger und kundenfreundlicher“, sagte Lutz.

Drei neue ICE pro Monat

Damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen können, sollen 2030 nach Unternehmensangaben rund 450 ICE durch Deutschland fahren, etwa 100 mehr als bis Ende dieses Jahres angepeilt sind. Nächstes Jahr kommen jeden Monat drei neue ICE aufs Gleis.

Allein für den Fernverkehr kauft die Bahn in den nächsten Jahren Züge für rund 10 Milliarden Euro, der Großteil davon entfällt auf den ICE 4. Rund 2,5 Milliarden Euro entfallen auf 73 ICE 3 Neo, von denen der erste im Dezember in Betrieb geht.

Ab 2024: Generalsanierung des Schienennetzes

„An der Nachfrage wird die Verkehrsverlagerung nicht scheitern, das zeigen gerade die letzten Monate“, sagte Lutz. Parallel müsse die Infrastruktur fit gemacht werden. Der Staatskonzern hatte eine Generalsanierung und einen Ausbau für mehr Kapazität auf seinen wichtigsten Schienenkorridoren ab 2024 angekündigt.

Trotz deutlich gestiegener Preise hielten die Bahn und der Bund an dem Kurs fest, sagte Lutz. Allerdings sei das in den Haushalten noch nicht hinterlegt. In diesem und im nächsten Jahr wolle der Staatskonzern das Notwendige erst einmal aus eigener Tasche finanzieren.

Für die Zeit ab 2024 wolle die Bahn gemeinsam mit dem Bund als Eigentümer überlegen, wie eine nachhaltige Finanzierung aussehen könne. „Ich habe aber keinerlei Zweifel, dass uns da eine gute Lösung gelingen wird“, sagte Lutz.

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