Mikromobilität 125 Millionen Dollar für Superpedestrian

Superpedestrian will E-Scooter sicherer machen – vor allem für Fußgänger. Dafür hat das US-Unternehmen im vergangenen Sommer ein auf GPS spezialisiertes Start-up übernommen und will nun die ausgearbeitete Technik auf den Markt bringen. Genug Geld ist dafür jetzt vorhanden.

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Superpedestrian ist mit seiner Marke Link bisher in zehn Ländern aktiv.
Superpedestrian ist mit seiner Marke Link bisher in zehn Ländern aktiv.
(Bild: Superpedestrian)

Ergiebige Finanzierungsrunden für Mikromobilitätsfirmen liegen aktuell im Trend. Parallel zu Dott vermeldete nun auch Superpedestrian, jede Menge Geld eingesammelt zu haben. 125 Millionen Dollar schwer war die Series-C-Runde des Unternehmens. Erst im Dezember 2020 hatte das Start-up 60 Millionen US-Dollar erhalten. Nun beteiligten sich unter anderem Jefferies, Antara Capital und der Sony Innovation Fund.

Mehr und mehr zeigt sich bei den jüngsten Investments, dass Investoren von den Mikromobilitäts-Anbietern zusätzliche Ideen zum Kernbusiness schätzen. Bei Superpedestrian, mit der eigenen E-Scooter-Marke Link aktuell in zehn Ländern aktiv, konzentriert man sich vor allem auf das Thema Fußgängersicherheit.

Sicherheitssystem soll Städte überzeugen

Im vergangenen Sommer übernahm das Unternehmen das Start-up Navmatic. Jene Firma ist auf GPS-Technik spezialisiert, mit deren Hilfe Mikromobilitäts-Anbieter ihre Fahrzeuge und deren Bewegungen in Echtzeit verfolgen können. Jene Software will Superpedestrian mit seinen eigenen Systemen kombinieren, um daraus ein Sicherheitsfeature zu entwickeln. Dieses soll beispielsweise unsicheres Fahrverhalten von Nutzern erkennen.

Nun will Superpedestrian jenes Sicherheitssystem ausrollen. Noch in diesem Jahr will das Start-up die Technik in 25 Städten einsetzen. Der Start soll im Frühling zunächst in den USA und Großbritannien erfolgen. Das System soll unter anderem dabei helfen, dass E-Scooter-Fahrer weniger auf Gehwegen rollern. Das könnte Link als E-Scooter-Verleiher noch interessanter für Kommunen machen und Superpedestrian weitere Lizenzen sichern. So zumindest die Hoffnung des Unternehmens.

In Deutschland ist die Firma derzeit noch nicht aktiv. Zu den europäischen Märkten zählen Österreich, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, Schweden, die Türkei und Großbritannien. Über eine Expansion nach Deutschland ist derzeit nichts bekannt. Der deutsche Mikromobilitäts-Markt gilt im internationalen Vergleich als wenig reguliert und deshalb nur schwer ausrechenbar für Anbieter. Erst kürzlich hatte mit der Ford-Tochter Spin ein Wettbewerber seinen Rückzug aus deutschen Städten angekündigt, da unter den derzeitigen Umständen kein profitables Geschäft möglich sei.

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