Logistik Zusteller schicken mehr Elektrotransporter auf die Straßen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Während die Paketbranche weiter wächst, erweitern die Zusteller ihre Flotten stetig um Fahrzeuge mit Elektroantrieb. DHL hat dabei die Nase vorn.

Um die Zustellung klimaschonender zu gestalten, setzt die Paketbranche vermehrt auf E-Autos. (Bild:  DHL)
Um die Zustellung klimaschonender zu gestalten, setzt die Paketbranche vermehrt auf E-Autos.
(Bild: DHL)

Deutschlands Paketbranche hat die Zahl ihrer Elektro-Transporter weiter erhöht. Der Marktführer DHL hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 25.000 Elektro-Fahrzeuge auf der sogenannten letzten Meile im Einsatz – also auf dem Streckenabschnitt bis zum Haushalt oder Abhol-Automaten.

Damit fahren dort etwa 41 Prozent der DHL-Transporter elektrisch – das ist mit Abstand der höchste Wert in der Branche. DHL hat 5.000 mehr Stromer als vor anderthalb Jahren und 15.000 mehr als vor vier Jahren.

Alle Zustellunternehmen stocken auf

Der kleinere Konkurrent GLS hat den Angaben zufolge mittlerweile 650 Elektro-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen und damit mehr als drei Mal so viele wie vor zwei Jahren. Bis Jahresende sollen es 900 sein. DPD will den Elektro-Anteil ebenfalls erhöhen, eine Zahl nennt die Firma auf Anfrage nicht.

Der Anteil der Elektrofahrzeuge an der Gesamtflotte liegt bei DPD im einstelligen Prozentbereich. Bei GLS sind es zehn Prozent. Hermes hatte Anfang 2021 nur 190 E-Transporter, inzwischen sind es Unternehmensangaben zufolge 720.

Umweltschützer zwiegespalten

Um die Zustellung klimaschonend zu machen, setzt die Branche auf E-Autos. Umweltschützer werten den Stromer-Einsatz zwar positiv. Die steigenden Paketmengen und damit auch das erhöhte Transporter-Aufkommen sehen sie aber kritisch, da diese ein Symptom der Wegwerf-Gesellschaft seien. Greenpeace etwa plädiert für einen nachhaltigeren Konsum, bei dem weniger Produkte bestellt werden.

Angesichts der wachsenden Rolle des Online-Handels ist die Paketbranche auf Wachstumskurs. Mit der Weihnachtszeit steht den Firmen nun der arbeitsintensivste Abschnitt des Jahres bevor.

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