Elektromobilität Wie Polestar den nächsten Wachstumssprung hinlegen will

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Christoph Seyerlein

Die Elektro-Performancemarke Polestar befindet sich auf Expansionskurs. Bis Jahresende will das Fabrikat in neun weiteren Märkten starten. Zudem setzt die Volvo-Tochter im Vertrieb künftig nicht mehr nur auf „Polestar Spaces“.

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Das Mockup zeigt eine idealtypische Polestar-Destination. Eine festgelegte Außen-CI gibt es allerdings nicht. Einige Destinations werden in Pop-up-Containern untergebracht sein, andere in Ladenlokalen.
Das Mockup zeigt eine idealtypische Polestar-Destination. Eine festgelegte Außen-CI gibt es allerdings nicht. Einige Destinations werden in Pop-up-Containern untergebracht sein, andere in Ladenlokalen.
(Bild: Polestar)

Die junge schwedische Elektro-Performancemarke Polestar setzt ihre Expansion fort: Im Laufe dieses Jahres startet Polestar in neun neuen Märkten, womit die Präsenz auf 18 Märkte weltweit wächst. Im Gleichtakt plant der Hersteller, bis Ende 2021 auch die Zahl seiner stationären Standorte auf rund 100 zu verdoppeln.

Um mehr Menschen den Zugang zur Marke bieten zu können, hat Polestar sein Vertriebskonzept. Neben den bekannten „Polestar Spaces“, die sich in City-Zentren befinden, setzt der Hersteller künftig auch auf sogenannte „Polestar Destinations“. Diese sind an größeren, verkehrstechnisch günstig gelegenen Standorten außerhalb der Stadt angesiedelt – entweder in bereits bestehenden Gebäuden oder in Form von Pop-up-Containern.

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Wie in den Spaces auch können sich Interessenten dort beraten lassen und Fahrzeuge Probe fahren. Der Kaufabschluss erfolgt nicht in den Stores, sondern rein digital. Dafür können die Käufer ihren Stromer in der nächstgelegenen Destination abholen. Anders als bei klassischen Pop-up-Stores ist dieses Vertriebskonzept längerfristig angelegt: Einer Polestar-Sprecherin zufolge liegt der zeitliche Horizont zwischen rund sechs Monaten und einem Jahr. In Deutschland will Polestar aller Voraussicht nach noch zwei Destinations in diesem Jahr eröffnen. Die erste davon dürfte in Leipzig angesiedelt sein.

Polestar-Chef: „Diese Art von Fußabdruck ist beispiellos“

Darüber hinaus nimmt der Hersteller 2021 weltweit rund 60 weitere Standorte für Probefahrten in Betrieb. Auch Kundenübergabezentren will Polestar zügig ausbauen. Warten lassen können die Kunden ihr Fahrzeug aktuell weltweit an 650 Servicepunkten. Bis Ende 2021 soll diese Zahl auf über 780 wachsen.

„Wir expandieren sowohl in Märkten, in denen wir bereits präsent sind, als auch in neuen Märkten extrem schnell. Für eine Marke, die erst seit knapp über zwölf Monaten agiert, ist diese Art von Fußabdruck beispiellos“, bemerkt Polestar-Chef Thomas Ingenlath. „Unser Ziel ist es, auch im Jahr 2022 mit einer vergleichbaren Geschwindigkeit zu wachsen und neue Märkte zu erschließen“, fügt der Manager hinzu.

Was das angepeilte Wachstum in Verkaufszahlen bedeuten soll, ist nicht bekannt. In Deutschland sind die beiden Polestar-Modelle 1 und 2 noch Raritäten. Im ersten Halbjahr 2021 kamen sie hierzulande laut Kraftfahrt-Bundesamt gemeinsam auf 935 Neuzulassungen.

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