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Elektromobilität Weltrekord-Elektromotorrad kratzt an der 350-km/h-Grenze

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Erstmals erreichte ein Elektromotorrad eine Geschwindigkeit von über 200 Meilen pro Stunde. Mit 215,960 mph (ca. 348 km/h) fuhr Paul Thede, CEO des Bike-Zulieferers Race Tech, gleich zweimal zum Rekord. Gelang ihm drei Wochen zuvor bereits, mit 206 mp/h die bislang unerreichte Barriere zu überwinden, pulverisierte er nun auch die neue Bestmarke.

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Paul Thede: „Die 200 mph-Grenze auf einem elektrischen Bike zu knacken ist mehr als nur ein weiterer Rekord. Es ist ein Schritt in Richtung grüner Technologie auf der ganzen Welt.“
Paul Thede: „Die 200 mph-Grenze auf einem elektrischen Bike zu knacken ist mehr als nur ein weiterer Rekord. Es ist ein Schritt in Richtung grüner Technologie auf der ganzen Welt.“
(Bild: Bild: Racetech)

Für Thede, der für dieses Vorhaben mit dem Motorradhersteller Lightning Motorcycles kooperierte, ging es bei diesem Lauf um mehr als bloße Geschwindigkeit: „Die 200 mph-Grenze auf einem elektrischen Bike zu knacken ist mehr als nur ein weiterer Rekord. Es ist ein Schritt in Richtung grüner Technologie auf der ganzen Welt.“

Elektrisch angetriebene Motorräder sollen benzinbetriebenen ebenbürtig werden

Richard Hatfield vom Partner Lightning Motorcycles und Entwickler des Rekord-Motorrads, sieht es als seine Mission, E-Bikes auf eine Stufe zu ihren benzinbetriebenen Pendants zu bringen. Thede passte die Maschine an seine Bedürfnisse an und stattete sie mit hydraulischen Bauteilen aus der Produktion von Race Tech aus.

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Thede stellte 13 Rekorde in sechs Jahren auf

Paul Thede ist ehemaliger MotoCross-Profi und begann 2005 mit seinen Fahrten in Bonneville. Seitdem konnte er in nur sechs Jahren ganze 13 Rekorde einstellen. Bevor er die 200-Meilen-Mauer durchbrach, lag die Höchstgeschwindigkeit für ein elektrisches Motorrad bei knapp über 173 mph (279 km/h). Auch diesen Spitzenwert hatte er zuvor selbst aufgestellt.

Elektrisch angetriebene Zweiräder sind klar im Aufwind

Markus Kreusch, Geschäftsführer des Stromberaters Strom-Prinz, sieht elektrische Zweiräder klar im Vorteil zu E-Autos. Er beobachtet den Geschwindigkeitswettkampf der Elektrozweiräder, und sieht die Batterietechnologie derzeit im Fokus der Entwicklung. „Es findet ein globaler Akku-Wettlauf statt“, so der Experte. „Im Bereich der Elektromotoren sind keine Quantensprünge mehr zu erwarten, bei den Akkus ist aber noch viel Luft nach oben.“

E-Zweiräder haben gebenüber E-Autos deutliche Vorteile

Kreusch sieht E-Bikes und Roller klar im Vorteil gegenüber Elektroautos: „Ein Auto bietet mehr Platz, muss mehr transportieren können und Zusatzleistungen wie eine Klimaanlage oder Heizung bieten – das kostet viel Energie“, so Kreusch. „Auf ein Motorrad möchte man sich draufsetzen und einfach fahren“. Dabei bietet ein Bike klare Vorteile im Stadtverkehr, lässt sich im eigenen Hausflur auftanken und unterliegt niedrigeren Erwartungen in Sachen Reichweite. „Die Frage, die sich stellt, ist: Wieviel Kapazität kann man in den begrenzen Platz eines Bikes verbauen?“

(pressetext)

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