Elektromobilität Wasserstoffbetriebener Lkw aus Vilshofen

Von Jens Rehberg

Anbieter zum Thema

Die Paul-Gruppe ist mittlerweile neben einem Mehrmarken-Nutzfahrzeugbetrieb auch Sonderfahrzeugbauer sowie Mobilitätskonzept- und Softwareentwickler. Der neueste Clou: ein emissionsfreier Lkw aus eigener Produktion.

Die Serienproduktion des „PH-2P“ ist ab 2023 geplant.
Die Serienproduktion des „PH-2P“ ist ab 2023 geplant.
(Bild: Next Mobility Consortium )

Der Sonderfahrzeugbauer Paul in Vilshofen hat einen mittelschweren Brennstoffzellen-Lkw entwickelt. Im Rahmen einer Tagung für die Transportbranche präsentierte das Unternehmen das nachhaltige Fahrzeug mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern am Donnerstag in der bayerischen Stadt nahe Passau.

Der „PH-2P“-Truck, den Paul gemeinsam mit dem Energieversorger Maier-Korduletsch und Shell entwickelt hat, bietet ein 16-Tonnen-Fahrgestell mit einem Zuggesamtgewicht von 24 Tonnen. Die Reichweite ohne Anhänger und je nach Fahrprofil liegt bei 450 bis 500 Kilometern.

Volltanken in einer Viertelstunde

Der Wasserstofftank fasst 30 Kilogramm, das Fahrzeug verbraucht rund 6,5 Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer. Vollgetankt werden kann innerhalb von 10 bis 15 Minuten.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut dem Anbieter bei 85 km/h, die Dauerleistung bei 120 Kilowatt; die Spitzenleistung bei 300 Kilowatt. Das Dauerdrehmoment ist mit 2.800 Newtonmeter angegeben.

Die Entwickler des Fahrzeugs streben an, eine regionale, skalierbare Wertschöpfungskette von der grünen Wasserstoff-Herstellung bis zur Produktion der Wasserstoff-Fahrzeuge zu schaffen – sowohl für Wasserstoff-LKW in der mittleren und schweren Klasse als auch für Brennstoffzellen-Busse.

Die ersten 25 Fahrzeuge aus der Produktion der Paul-Gruppe sollen noch im Herbst 2022 an Kunden ausgeliefert werden. Bis 2025 ist geplant, 2.500 Fahrzeuge im Rahmen eines Mietmodells an den Markt zu bringen.

(ID:48406127)