Autonomes Fahren VW startet 2025 in Hamburg mit Robotaxis

Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Tanja Schmitt

In Hamburg soll die Mobilität der Zukunft starten. Volkswagen hat die Stadt als ersten Einsatzort für seine Roboterauto-Flotte ausgewählt. Der Autobauer arbeitet dabei mit Argo AI zusammen.

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VW lässt den autonomen ID Buzz ab 2025 in Hamburg auf die Straße.
VW lässt den autonomen ID Buzz ab 2025 in Hamburg auf die Straße.
(Bild: Volkswagen)

VW will ab 2025 in Hamburg mit dem kommerziellen Einsatz von Robo-Shuttles starten. In der Hansestadt sollen dann die ersten fahrerlosen Elektro-Busse den Dienst für den konzerneigenen Ridepooling-Service Moia aufnehmen. Zum Einsatz kommt eine speziell ausgerüstete Variante des ID Buzz, der als Selbstfahrer-Auto bereits 2022 startet.

Die Level-4-Technik für das autonome Fahren stammt von Kooperationspartner Argo AI, der auf eine Kombination aller gängigen Sensoren setzt. Neben Radar, Videokamera und Lidar sollen auch hochauflösende Karten eine Rolle spielen. Ein Fahrer an Bord ist nicht mehr nötig, in Notfällen kann jedoch eine Leitwarte aus der Ferne eingreifen. Möglich wird dies durch das neue Gesetz zum autonomen Fahren, das die Bundesregierung entworfen hat. Die Branche ist zuversichtlich, dass der Entwurf noch vor der Bundestagswahl verabschiedet wird.

VW plant auch autonomen Warentransport

Mittelfristig soll der Robo-Shuttle-Dienst ein einträgliches Geschäftsmodell werden, auch weil für die Betreiber keine Personalkosten anfallen. Langfristig will VW auch in den autonomen Warentransport einsteigen, etwa in Form mobiler Paketabholstationen.

Bis der kommerzielle Einsatz des ID Buzz startet, stehen aber weitere Forschungen an. Zu diesem Zweck nimmt VW nun ein weiteres Testgelände in München in Betrieb, wo unter anderem Erfahrungen mit Linksverkehr gesammelt werden sollen. Das soll dabei helfen, das Ridepooling-Angebot weltweit auszurollen. Als beste Standorte hat VW die großen globalen Metropolen ausgemacht. Dort ist der dichte Verkehr zwar eine Herausforderung, dafür sind ausreichend Kunden vor Ort, um das Geschäft lukrativ zu machen.

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