Gefahren

Victoria Avyon 12 mit ABS – Ankern ohne Abwurf

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Höhepunkt beim Avyon 12 sind jedoch die einerseits fein dosierbaren und andererseits bei Bedarf kräftig zupackenden Magura-MT-C-Scheibenbremsen. Zu kräftig greifen diese allerdings nicht ins Geschehen ein, da ein neues ABS-System den toxischen Moment eines blockierenden Vorderrads, der Biker aus dem Sattel hebt und auf den Asphalt knallen lässt, verhindert. Anders als das 2017 von Bosch eingeführte ABS-System bleibt die neue Lösung optisch zurückhaltend, denn den einst schwarzen Kasten am Lenker ersetzt nun eine dezente, rohrartige Steuereinheit, die um einen Holm der Vordergabel geschnallt wird.

Vollbremsungen auf verschiedenen Untergründen

Fürs Auge bleibt die Technik also unscheinbar, technisch arbeitet sie hingegen zuverlässig und effektiv. Wenn man sie denn überhaupt braucht. Im Pedelec-Alltag sind Notbremsungen eher Ausnahme, denn Regel. Wir haben deshalb auf verschiedenen Untergründen testweise Vollbremsungen absolviert. Das System arbeitete dabei zuverlässig und verhinderte eindeutig ein Blockieren am Vorderrad sowie das kritische Abheben des Hinterrads.

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Vor allem abseits befestigter Straßen, auf Rasenflächen und Schotterwegen sowie talwärts sorgte die Regeltechnik in verblüffender Weise dafür, dass man bei maximalem Bremsendruck sowohl schnell als vor allem sicher zum Stehen kommt. Auch auf trockenem Asphalt arbeitet das System im Prinzip vorzüglich. Allerdings hatten wir speziell hier das Gefühl, dass die Regeltechnik für etwas längere Bremswege sorgt als sie von Könnerhand durchgeführte Bremsmanöver ohne ABS erzielen könnten.

Erhebliche Investition

Eindeutig und wohl immer im Vorteil wird man mit ABS allerdings im Notfall sein, wenn etwa ein aus einer Ausfahrt fahrendes Auto plötzlich den Fahrradweg quert und man als Radfahrer intuitiv in die Bremsen greift, um einen Crash zu verhindern. Dann kommt es dank ABS nicht zu typischen Bikerstürzen. Diese und ähnliche andere Situationen sind nicht unbedingt alltäglich, selten sind sie aber ebenfalls nicht. Und vor allem Pedelec-Fahrer, die meist doch flott unterwegs sind, werden spätestens in einem solchen Moment feststellen, dass sich die Investition in das Magura/Bosch-ABS gelohnt haben dürfte.

Investieren muss man jedenfalls einiges. Rund 5.300 Euro sind es für das Avyon 12. Das Topmodell der Reihe ist zugleich ein Komplettpaket, welches den Kunden für diesen Preis mit einer gediegenen Ausstattung verwöhnt.

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