Batterien und Brennstoffzellen TU Braunschweig errichtet Forschungsbau für zirkuläre Produktion und Recycling

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Technische Universität Braunschweig hat mit dem Bau des Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells, kurz CPC, begonnen. Auf einer Fläche von 3.700 Quadratmetern sollen hier ab 2027 rund 150 Mitarbeiter an zirkulären Produktions- und Recyclingprozessen für Batterien und Brennstoffzellen forschen.

Grundsteinlegung des CPC u.a. mit Thorsten Kornblum (Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig), Angela Ittel (Präsidentin der TU Braunschweig), Falko Mohrs (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur), Dietmar Smyrek (Vizepräsident der TU Braunschweig), Torsten Markgräfe (Leitung Gebäudemanagement der TU Braunschweig) und Norbert Schachtner (Geschäftsführung der Nickl Architekten Deutschland GmbH). (Bild:  Christian Bierwagen/TU Braunschweig)
Grundsteinlegung des CPC u.a. mit Thorsten Kornblum (Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig), Angela Ittel (Präsidentin der TU Braunschweig), Falko Mohrs (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur), Dietmar Smyrek (Vizepräsident der TU Braunschweig), Torsten Markgräfe (Leitung Gebäudemanagement der TU Braunschweig) und Norbert Schachtner (Geschäftsführung der Nickl Architekten Deutschland GmbH).
(Bild: Christian Bierwagen/TU Braunschweig)

Zentrales Ziel des CPC ist die vollständige Integration von Recycling- und Resynthese-Prozessen in die zirkuläre Produktion neuer Batterien und Energiewandler in der Produktentwicklungsphase. Rund 150 Mitarbeiter werden in den Bereichen Verfahrenstechnik, Recycling, Fertigungstechnik, Chemie, Physik und Logistik gemeinsam an Festkörperbatterien, membranbasierten Durchflussbatterien, Brennstoffzellen und Metall-Sauerstoff-Systemen tätig sein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe und deren Aufbereitung zu hochreinen Aktivmaterialien – ein konsequent kreislaufwirtschaftlicher Ansatz, der geschlossene Materialkreisläufe ermöglicht und so den nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen sicherstellt.

Das CPC entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Forschungsbauten der TU Braunschweig, NFF (Fahrzeugtechnik), NFL (Luftfahrt) sowie dem Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS (Systemlösungen Batterie- und Brennstoffzellentechnologie) und der Versuchshalle CircularLab der BLB (Battery LabFactory Braunschweig). Damit ist die Einrichtung auch räumlich eng mit der Energiespeicher-, Fahrzeug- und Luftfahrtforschung vernetzt und stärkt zusätzlich den Forschungsschwerpunkt Mobilität in Braunschweig wie auch die niedersächsischen Forschungsaktivitäten zur Energiewende.

Gebündeltes Fachwissen

Als Teil des regionalen Verbunds Braunschweig LabFactories for Batteries and more (BLB+) bündelt das CPC gemeinsam mit der Battery LabFactory Braunschweig (BLB) und dem Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und ‑Systeme (Fraunhofer ZESS) deutschlandweit Kompetenz in nachhaltiger Energiespeicher- und Brennstoffzellenforschung. Neben der TU Braunschweig und der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten hier auch die TU Clausthal, die PTB und die Leibniz-Universität Hannover im Wissenschaftsökosystem eng zusammen. Von der daten- und wissensbasierten Entwicklung neuer Elektroden und Membranen über innovative Zellkonzepte, In-situ-Diagnoseverfahren und digitale Simulationswerkzeuge bis hin zu ökologisch und ökonomisch optimierten Recycling- und Materialsyntheseprozessen zielt die Zusammenarbeit auf geschlossene Stoffkreisläufe für Lithium-Ionen- und Festkörperbatterien sowie Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Enge Industriepartnerschaften ermöglichen die schnelle Überführung in marktfähige Produkte – im Sinne einer resilienten, klimafreundlichen Energieversorgung für Deutschland und Europa.

Fertigstellung bis Ende 2027

Der neue Forschungsbau soll sich in einen Bürotrakt mit vier Vollgeschossen und Staffelgeschoss aufteilen sowie ein Technikum mit zwei Vollgeschossen und ein halbes Technikgeschoss beinhalten. Beide Gebäudeteile sind durch einen verbindenden Gebäudekörper zu einem Gesamtkomplex vereint und werden von der TU Braunschweig und der TU Clausthal genutzt.

Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant. Mehr als die Hälfte der für den Bau veranschlagten 73 Millionen Euro trägt das Land Niedersachsen aus dem Programm zukunft.niedersachsen, 26,4 Millionen Euro kommen vom Bund und acht Millionen Euro von der TU Braunschweig. (se)

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