Elektromobilität The Mobility House, EcoG und EV-Tech bringen skalierbare bidirektionale Ladestation

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im Rahmen einer Kooperation haben The Mobility House, EcoG und EV-Tech die 11-kW-DC-Wallbox ChargeLine Bidi entwickelt und zur Serienreife gebracht. Sie basiert auf den Standards ISO 15118-20 und OCPP 2.1, ist aber kompatibel mit den Vorgängerversionen, um die Interoperabilität mit bereits im Markt befindlichen Fahrzeugen und Backends sicherzustellen.

Zusammen mit EcoG und EV-Tech hat the Mobility House die 11-kW-DC-Wallbox ChargeLine Bidi zur Serienreife gebracht.(Bild:  The Mobility House)
Zusammen mit EcoG und EV-Tech hat the Mobility House die 11-kW-DC-Wallbox ChargeLine Bidi zur Serienreife gebracht.
(Bild: The Mobility House)

Bidirektionales Laden macht Elektrofahrzeuge zu mobilen Stromspeichern. Statt Energie nur aufzunehmen, können sie Strom an externe Geräte, das eigene Haus oder das öffentliche Netz abgeben. Damit kann man nicht nur Kosten sparen – Vorteile liegen auch in der Unabhängigkeit und der Stabilisierung der Energiewende. Ein kommerzieller Durchbruch der Technologie ist zu erwarten. Vor diesem Hintergrund haben The Mobility House und EcoG mithilfe des chinesischen Unternehmens EV-Tech die 11-kW-DC-Wallbox ChargeLine Bidi zur Serienreife gebracht und zertifiziert. Nach Aussagen der Partner konnte man bereits erste Autobauer überzeugen.

Fit für 800-V-Architekturen

Die ChargeLine BiDi ist kein proprietäres Inselsystem. Sie basiert konsequent auf den Industriestandards ISO 15118-20 und OCPP 2.1 – und bleibt darüber hinaus kompatibel mit den Vorgängerversionen ISO 15118-2, sowie OCPP 2.01 und OCPP 1.6, um die Interoperabilität mit bereits im Markt befindlichen Fahrzeugen und Backends zu gewährleisten. Die Kombination aus Standardkonformität, 800 Volt-Technologie und der Möglichkeit zur kundenindividuellen Anpassung macht die ChargeLine BiDi zukunftsfähig. Denn bis 2030 soll die Mehrheit der Performance-Elektrofahrzeuge auf 800 Volt-Architekturen setzen.

Das bedeutet: Jeder Automobilhersteller kann diese Technologie ab sofort für sein eigenes Kunden-Ökosystem replizieren. Jede ISO 15118-20-kompatible Stromer kann an der Ladestation geladen und entladen werden. Durch Over-the-Air-Updates lässt sich die Station zudem nach dem Kauf aktualisieren, um die Kompatibilität dauerhaft sicherzustellen. Darüber hinaus kann jeder Energieversorger sein OCPP 2.1-Backend zur Ladesteuerung an die ChargeLine BiDi anschließen. Damit können sowohl Automobilhersteller als auch Energieversorger die bidirektionale Wallbox in ihr bestehendes Angebot integrieren.

Darüber hinaus wird Cybersicherheit nach EU-Norm in Form von verschlüsselte Fahrzeugkommunikation, NIS-2-konform und EN-18031-zertifiziert geboten. Die Wallbox ist dreifach zertifiziert für den europäischen Markt: TÜV-geprüft nach EN 18031 (Cybersicherheit inkl. OTA und Netzwerkschutz), VDE-AR-N 4105 (Netzanschluss inkl. Grid Code und aktive Leistungsreduktion) sowie IEC 61851-24 (Fahrzeugkommunikation und Niederspannungsrichtlinie). Die Bidi-Wallbox ist bereits für den deutschen Markt zertifiziert und wird für Österreich, Schweiz, Frankreich und UK noch in diesem Jahr zertifiziert. Weitere Länder sollen folgen. (se)

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