Pedelecs Stromer übernimmt mit Desiknio einen Spezialisten für leichte Premium-E-Bikes

Bislang ist Stromer vor allem auf Speed-Pedelecs spezialisiert. Mit einer Übernahme will sich das Schweizer Unternehmen eine weitere Zielgruppe erschließen. Wie sich das eigene Portfolio mit dem von Desiknio ergänzen soll.

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Desiknio baut leichte E-Bikes mit einem Gewicht zwischen 13 und 15 Kilogramm.
Desiknio baut leichte E-Bikes mit einem Gewicht zwischen 13 und 15 Kilogramm.
(Bild: Stromer)

Der Speed-Pedelec-Hersteller Stromer baut sein Portfolio aus. Wie die Schweizer mitteilten, haben sie sich mit Desiknio Cycles auf eine Übernahme verständigt. Details zu der Vereinbarung machten beide Seiten nicht. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Stromer verspricht sich durch den Kauf einen Zugang zu einer breiteren Zielgruppe. Mit ihren eigenen E-Bikes adressiert das Unternehmen aus Oberwangen vor allem Radfahrer, die längere Strecken zurücklegen. Unter anderem hilft dabei eine Motorunterstützung bis 45 km/h.

Anders Desiknio: Die E-Bikes aus Spanien zielen auf eine Premium-Kundschaft ab, die sich vor allem in Städten bewegt. Die nur 13 bis 15 Kilogramm schweren Räder unterstützen elektrisch bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h.

Stromer will expandieren

Stromer will perspektivisch in neue Märkte expandieren und das eigene Geschäft so skalieren. Derzeit ist das Unternehmen, für das rund 140 Menschen arbeiten, in etwa 20 Ländern aktiv und zählt nach eigenen Angaben über 90.000 Kunden.

Die Zusammenarbeit mit Desiknio soll vor allem im Vertrieb schnell Früchte tragen: Künftig werden die Desiknio-Bikes über das Netzwerk von Stromer vertrieben. Mittelfristig erhoffen sich die Schweizer aber auch bei Forschung und Entwicklung sowie in der Logistik Synergien. Desiknio soll aber auch in Zukunft als eigenständige Firma bestehen bleiben, die Geschäftsführung behält Gründer Joaquin Cortes.

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