Alternative Antriebe Startschuss für Wasserstoffinfrastruktur im BMW-Werk Regensburg

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Im BMW-Werk Regensburg setzt man ab sofort auf Wasserstoff. Im Beisein vom Bayerischen Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sowie Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger hat Werkleiter Armin Ebner das neue Wasserstoffnetz für die Intralogistik in Betrieb genommen.

Im BMW Werk Regensburg hat Werkleiter Armin Ebner am 19.06.2026 zusammen mit dem Bayerischen Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sowie Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger den symbolischen Startschuss für eine neue Wasserstoffinfrastruktur gegeben. (Bild:  BMW)
Im BMW Werk Regensburg hat Werkleiter Armin Ebner am 19.06.2026 zusammen mit dem Bayerischen Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sowie Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger den symbolischen Startschuss für eine neue Wasserstoffinfrastruktur gegeben.
(Bild: BMW)

Das BMW-Werk Regensburg verfügt nun über ein sechs Kilometer langes Leitungsnetz sowie sechs dezentrale Indoor-Tankstellen in der Produktion. Das Herzstück des neuen Wasserstoffnetzes bildet eine Outdooreinheit mit Pufferspeicher, an die der Wasserstoff zukünftig angeliefert wird. In einem Testlauf geht zunächst eine von insgesamt sechs Wasserstofftankstelle ans Netz. Bis Ende Oktober sollen die restlichen Dispenser folgen und die Anlage somit vollständig anlaufen. Dann werden rund 85 wasserstoffbetriebene Logistikfahrzeuge in Presswerk, Karosseriebau und Fahrzeugmontage im Einsatz sein. Bis 2031 soll die gesamte Intralogistikflotte im Werk Regensburg mit derzeit rund 320 Flurförderfahrzeugen von Strom- auf Wasserstoffantrieb umgestellt werden.

Mehr Zeit, weniger Fläche

Die Umstellung der Werkslogistikflotte auf Wasserstoffantrieb spart Zeit und Fläche. Wasserstoff ist wie herkömmlicher Kraftstoff schnell getankt. Zusätzlich entfällt der bei den jetzigen elektrisch betriebenen Flurförderfahrzeugen zweimal pro Schicht notwendige Batteriewechsel per Kran. Das bedeutet eine Zeitersparnis von rund einer Viertelstunde pro Batterietausch und eine für andere Nutzungen freiwerdende Werksfläche von etwa 800 Quadratmetern, die bisher von Batterieladestationen belegt ist. Da die Logistikfahrzeuge flexibler und zeitsparender eingesetzt werden können, lässt sich zudem die Flotte verkleinern.

 (se)

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