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Gerade bei kritischen IT-gestützten Diensten, wie zum Beispiel eCall, ist eine fehlerfreie Funktion unentbehrlich. Ab März 2018 muss der automatische Notruf in allen neuen PKW möglich sein. Das System meldet schwere Unfälle automatisch über die Nummer 112, wenn beispielsweise der Airbag ausgelöst wurde. Es übermittelt Informationen zu Standort, Unfallzeitpunkt und der Anzahl der Fahrzeuginsassen.
Damit Daten an die Notrufzentrale übertragen werden können, müssen sich im Fahrzeug fest verbaute SIM-Karten zuverlässig im Netz anmelden. Tests prüfen dabei nicht nur, ob sie sich einwählen, sondern stellen sicher, dass Anrufe über den richtigen Netzbetreiber getätigt werden – und das über internationale Grenzen hinweg. Im Testcenter wird dies auf Schnittstellenebene geprüft, in der Praxis werden Fahrzeuge zudem über Ländergrenzen geführt.
Neben Fahrsicherheitsfunktionen werden auch Infotainment-Angebote immer wichtiger. Bevor eine App fest im Auto installiert werden kann, muss sie sorgsam geprüft werden. Grundsätzlich gilt es dabei, zwischen zwei Aspekten des Testens zu unterscheiden: funktional und nicht-funktional.
Bei einer App zum Diktieren von SMS prüfen funktionale Tests zum Beispiel, ob der eingesprochene Text auch auf dem Handy ankommt. Nicht-funktionale Tests prüfen das User-Handling und ob der Dienst jederzeit zuverlässig arbeitet. Fehler lassen sich im Rahmen eines Defect-Management-Prozesses dokumentieren und an die ursprünglichen App-Entwickler zurückspielen.
OEMs profitieren von Synergieeffekten, die beim Testing durch spezialisierte IT-Dienstleister entstehen. Infrastruktur, etablierte Methoden und bewährte Tools lassen sich über unterschiedliche Projekte hinweg einsetzen, einmalige Set-Up-Aufwände werden reduziert und Anfragen schneller bearbeitet. Verfügen Dienstleister zudem über eine tiefe Branchenkenntnis, können sie die besonderen Anforderungen der Hersteller noch besser erfassen und bedienen. Damit erfüllen Testcenter die Hauptanforderungen an IT-Outsourcing: Expertise, reduzierte Kosten, verbesserte Qualität und flexiblere Reaktionszeiten.
Eine Checkliste kann bei der Auswahl des passenden Testing-Dienstleisters helfen:
- Kompetenz: Kann Methodenkenntnis und Erfahrung nachgewiesen werden? Gibt es Referenzen?
- Anforderungsmanagement: Gibt es Prozesse, die sicherstellen, dass meine Anforderungen genau erfasst und verstanden werden?
- Testumfang: Ich möchte vermeiden, dass unwichtige Faktoren abgeprüft werden und kritische Faktoren nicht genug Beachtung finden: Wie wird gewährleistet, dass die Testumfänge angemessen sind?
- Flexibilität: Kann ich auch mit kurzfristigen Aufträgen zum Dienstleister kommen?
- Feedback: Bekomme ich regelmäßig Informationen zum Stand der Dinge?
- Reporting: Erhalte ich eine abschließende Dokumentation mit klaren Ergebnissen und Handlungsempfehlungen?
- Kosten: Sind Preis und Abrechnung transparent? Gibt es einen Festpreis oder kann ich am Projektende überraschend mit Mehrkosten konfrontiert werden?
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