Mobility Data Space Software-Programm soll kurzfristige Verkehrsprognosen ermöglichen

Redakteur: Lena Sattler

Das Softwareunternehmen PTV forscht an einer Anwendung für die Mobilitäts-Plattform Mobility Data Space, um kurzfristige Prognosen über das Verkehrsaufkommen zu treffen. Im Oktober soll das Beispiel dann auf dem ITS-Weltkongress in Hamburg vorgestellt werden.

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Das Machine Learning System von PTV beruht sowohl auf historischen Daten als auch Echtzeitdaten von der Bundesanstalt für Straßenwesen.
Das Machine Learning System von PTV beruht sowohl auf historischen Daten als auch Echtzeitdaten von der Bundesanstalt für Straßenwesen.
(Bild: PTV Group)

Das Softwareunternehmen PTV beteiligt sich mit einem Fallbeispiel an der Plattform Mobility Data Space. Laut einer aktuellen Presseerklärung entwickelt PTV dafür ein Machine Learning System, das historische Verkehrsmuster analysiert und mit aktuellen Verkehrsbedingungen abgleicht.

Mit dem Programm von PTV sollen sich Kurzfrist-Prognosen über das Verkehrsaufkommen auf ausgewählten Strecken des Fernstraßennetzes treffen lassen. Grundlage dafür seien sowohl historische Daten als auch Echtzeitdaten, welche die Bundesanstalt für Straßenwesen auf allen deutschen Autobahnen und Bundesstraßen erfasst und über die Plattform zur Verfügung stellt.

„Die Verkehrsstärke wird vielerorts immer noch statisch prognostiziert, ohne Berücksichtigung des aktuellen Verkehrsgeschehens. Für Kommunen, Verkehrsmanagementdienstleister oder andere Mobilitätsanbieter wird dieser Use Case und die Möglichkeit, Verkehr und Nachfrage in Echtzeit zu managen, großen Mehrwert liefern,“ so Christian U. Haas, CEO von PTV. Das Fallbeispiel des Unternehmens soll gemeinsam mit anderen Anwendungsszenarien des Datenraums im Oktober auf dem ITS-Weltkongress in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Mehr als 200 Stakeholder sind an der Plattform beteiligt

Der Mobility Data Space wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Auf der Plattform sollen alle Arten von verfügbaren Mobilitätsdaten ausgetauscht und vernetzt werden, wie zum Beispiel Karten, Wetter- und Infrastrukturdaten. Die Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – koordiniert den Aufbau und hat dafür mehr als 200 Stakeholder aus der deutschen Mobilität zusammengebracht.

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