Bahntechnik Signaling X überführt CBTS-System in Cloud-fähige IT-Infrastruktur

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Siemens Mobility hat im Singapore Rail Test Center erstmals Signaling X für den Metrobetrieb präsentiert. Mit Signaling X wird das Communications-Based-Train-Control-System – der technologische Standard für Metro- und urbane Bahnnetze – in eine zentralisierte, Cloud-fähige IT-Infrastruktur überführt: ein lokal betriebenes Signaling Data Center.

Im Singapore Rail Test Center feierte Signaling X  seine Weltpremiere im Metrobetrieb.(Bild:  Siemens Mobility)
Im Singapore Rail Test Center feierte Signaling X seine Weltpremiere im Metrobetrieb.
(Bild: Siemens Mobility)

Sicherheitskritische Funktionen laufen auf handelsüblicher Standard-IT-Hardware (COTS) und werden durch die Distributed-Smart-Safe-System-Plattform (DS3) von Siemens Mobility ausgeführt und abgesichert. Das Ergebnis: bis zu 20 Prozent höhere Betriebseffizienz und bis zu 30 Prozent Energieeinsparungen. So können mehr Züge sicher in kürzeren Abständen verkehren. Damit ist Signaling X nach seiner Vorstellung von auf der InnoTrans 2024 und der Einführung im Fernverkehr nun auch bereit für den Einsatz im städtischen Nahverkehr.

Stellwerke, Signalsysteme und Leittechnik in virtualisiertem Rechenzentrum

Signaling X steht für einen grundlegenden Fortschritt in der Leit- und Sicherungstechnik sowohl für den Fern- als auch für den Nahverkehr. Diese Cloud-fähige Plattform integriert Stellwerke, Signalsysteme und Leittechnik in einem zentralisierten, virtualisierten Rechenzentrum. Sicherheitskritische Funktionen wie Stellwerkslogik sowie nicht-sicherheitsrelevante Systeme wie Fahrplanmanagement und Verkehrsoptimierung laufen auf derselben Standard-IT-Hardware und kommunizieren über APIs. Das ermöglicht einen nahtlosen, effizienten und flexiblen Bahnbetrieb. Im Gegensatz zu Hardware-abhängigen Systemen, die auf älterer Chiptechnologie basieren und ganze Räume mit speziell entwickelter Stellwerks-Elektronik füllen, zeigt Signaling X, dass die Software in weltweiten Systemen auf COTS-Standard-Hardware laufen.

Die technologische Basis bildet die in 2020 eingeführte DS3-Plattform, die auf handeslüblicher Hardware läuft und sicherheitskritische Anwendungen in einem skalierbaren, redundanten Netzwerk zuverlässig betreibt. Diese cybersichere Umgebung verbessert die Betriebseffizienz, reduziert den Energieverbrauch und verkürzt Zugfolgezeiten. (se)

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