Forschung im Mobilitätsbereich ausbauen Volkswagen und TU Braunschweig: Neue Professur „KI-Methoden in der Produktentwicklung“

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Den Transfer aus der Wissenschaft in die industrielle Praxis beschleunigen, das wollen Volkswagen und die Technische Universität Braunschweig. Daher richten der Autobauer und die Universität eine neue Professur für „KI-Methoden in der Produktentwicklung“ ein.

Hauke Stars, Konzernvorstand für IT, Volkswagen Group (links) und Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin TU Braunschweig haben eine neue Professur ins Leben gerufen.(Bild:  Philipp Ziebart/TU Braunschweig)
Hauke Stars, Konzernvorstand für IT, Volkswagen Group (links) und Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin TU Braunschweig haben eine neue Professur ins Leben gerufen.
(Bild: Philipp Ziebart/TU Braunschweig)

Die Professur soll innerhalb der Mobilitätsforschung die gesamte Bandbreite von künstlicher Intelligenz erschließen – von der virtuellen Produktentwicklung über mechatronische Systeme bis hin zu autonomen Fahrfunktionen und der Analyse realer Nutzungsdaten aus dem Fahrzeug. Damit stärkt sie die Forschung an den Schnittstellen moderner Mobilitätssysteme und setzt Impulse für neue KI-basierenden Entwicklungsprozesse.

Die Professur soll am Institut für Konstruktionstechnik der TU Braunschweig angesiedelt werden und eng mit dem TU-eigenen Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) zusammenarbeiten. Das NFF zählt mit über 1.000 Forschern, mehr als 40 Instituten und über 50 Unternehmenspartnern zu einem der forschungsstärksten Mobilitätszentren in Europa. Die Besetzung der Professur soll nach Möglichkeit bis Oktober 2026 erfolgen.

Wissenschaft und Industrie müssen Hand in Hand arbeiten

„Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft der Volkswagen Group“, unterstreicht Hauke Stars, Volkswagen Konzernvorstand für IT die Dringlichkeit einer derartigen Professur. „Durch den Einsatz von KI-Technologien beschleunigen wir unsere Prozesse und bringen neue Produkte und Technologien deutlich schneller auf den Markt. Das dafür benötigte Expertenwissen bauen wir konsequent aus. Mit der neuen Professur an der TU Braunschweig stärken wir gezielt die Spitzenforschung in Deutschland. Der enge Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie ermöglicht es uns und unseren Partnern in der Zulieferindustrie, frühzeitig entscheidendes Know-how zu sichern.“ Und Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig ergänzt: „Software prägt moderne Fahrzeuge, die Entwicklung und die Produktion stärker denn je. KI ist der Motor für die nächste Generation von Mobilität. Um Spitzenforschung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz voranzubringen, ist die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie entscheidend. Ich bin stolz, dass wir gemeinsam mit unserem langjährigen Partner, der Volkswagen Group, diese Professur realisieren. So stärken wir die KI-Forschung gezielt und schaffen die Grundlage für konkrete Beiträge zur Mobilität der Zukunft. Gerade jetzt ist das der richtige Schritt: Wir müssen investieren, um Innovationen voranzubringen.“

Die Professur soll auch als Impulsgeber für den weiteren Ausbau des regionalen Innovationsökosystems in Niedersachsen wirken und Zulieferer, Start-Ups sowie weitere Forschungspartner einbinden. Sie stärkt den Transfer von Wissenschaft in die industrielle Praxis, indem sie praxisnahe Anforderungen in der Forschung aufgreift.  (se)

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