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So will Bentley zum Vorbild für nachhaltige Luxusmobilität werden

Autor: Christoph Seyerlein

Bentley verbindet man heute vor allem mit dekadenten Zwölfzylinder-Schlitten. Von diesem Image wollen sich die Briten nun verabschieden – und in nur einem Jahrzehnt ganz anders wahrgenommen werden.

Bentley will bis 2030 CO2-neutral unterwegs sein.
Bentley will bis 2030 CO2-neutral unterwegs sein.
(Bild: Bentley)

Wer sich heute mit der Mobilität der Zukunft befasst, verschwendet wohl kaum einen Gedanken an Bentley. Die Marke repräsentiert eher genau das Gegenteil: Dekadente, große Zwölfzylinder-Boliden. Tatsächlich sind die Briten aktuell der weltgrößte Hersteller von Zwölfzylinder-Benzinern.

Doch damit soll bald Schluss sein. Die Volkswagen-Tochter hat sich zu einem radikalen Cut entschlossen: 2030 will Bentley nur noch rein batteriebetriebene Fahrzeuge anbieten. CEO Adrian Hallmark kündigt an: „Innerhalb eines Jahrzehnts wird Bentley sich von einem 100 Jahre alten Luxusfahrzeughersteller in ein neues, nachhaltiges, ganzheitlich ethisches Vorbild für Luxus entwickeln.“

Bentleys Fahrplan für die nächsten zehn Jahre

Um in zehn Jahren vollständige CO2-Neutralität erreichen zu können, plant Bentley in mehreren Etappen. 2021 wird die Marke seinen Modellen Bentayga und Flying Spur einen Plug-in-Hybrid-Antrieb verpassen. 2023 soll die Technologie dann bei allen Bentley-Modellen verfügbar sein. 2025 wird dann den Plänen zufolge das erste reine Elektroauto folgen. 2026 peilt das Fabrikat das Produktions-Aus für reine Verbrenner an, ehe es 2030 auch die Plug-in-Hybride streichen will.

Parallel dazu rüstet Bentley auch seine Produktionsstätte in Crewe um. Schon heute ist der Standort mit 30.000 Solarpanelen ausgestattet. Insbesondere beim Energieverbrauch, den CO2-Emissionen, bei der Entstehung von Abwasser, der Nutzung von Lösungsmitteln im Lackierprozess und der Kunststoffneutralität sehen die Briten noch Luft nach oben. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in erneuerbare Energien und Aufforstungsprojekte.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«