Zahlen, Daten und Fakten So weit sind Deutschlands Großstädte bei der Mobilitätswende

Autor: Christoph Seyerlein

Im Vergleich zu 2019 haben die 81 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern in Deutschland bei der Mobilitätswende klare Fortschritte gemacht. Das zeigt eine Bitkom-Auswertung. In zwei Großstädten ist beispielsweise der Busverkehr schon nahezu klimaneutral.

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Rund jeder achte Bus in Deutschland ist aktuell mit alternativem Antrieb unterwegs.
Rund jeder achte Bus in Deutschland ist aktuell mit alternativem Antrieb unterwegs.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Deutschlands Großstädte investieren in die Mobilitätswende. Das geht aus einer Auswertung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hervor. Demnach ist beispielsweise die Zahl der Ladestationen für Elektroautos in den 81 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern von 3.066 im Jahr 2019 auf 4.955 im Jahr 2020 gestiegen.

Weit verbreitet sind Elektroautos in den Metropolen allerdings noch nicht. Sie machen derzeit lediglich 0,4 Prozent des Fahrzeugbestands in den Großstädten aus.

Ein zentrales Thema für Kommunen dürfte die Transformation der eigenen ÖPNV-Angebote sein. Zumindest antriebstechnisch erkennt der Verband auch dort Fortschritte. Inzwischen ist jeder achte Bus (12 %) in Deutschlands Großstädten mit alternativen Antrieben wie Elektro- oder Bioerdgas-Motoren unterwegs. Einige Städte hätten hier aber noch gehörigen Nachholbedarf und würden nach wie vor fast ausschließlich auf Diesel-Busse setzen, heißt es in der Veröffentlichung. Vorbilder sind dagegen Oldenburg und Augsburg: Dort ist der Busverkehr schon heute nahezu vollständig klimaneutral.

Bitkom-Präsident Achim Berg empfiehlt Kommunen bei der Mobilitätsplanung darüber hinaus, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. „In Vorreiterstädten wie Hamburg, München oder Aachen profitiert die Bevölkerung von smarter multimodaler Vernetzung und einem intelligenten Management von rollendem und ruhendem Verkehr“, erklärte er.

Projekte mit intelligenten Hilfsmitteln nehmen zu

Auch auf solchen Feldern werden immer mehr Kommunen aktiv. So testet beispielsweise inzwischen fast jede zweite Großstadt (49 %) intelligente Straßenbeleuchtung, die mit Umwelt- oder Verkehrssensoren, WLAN, Lademöglichkeiten für Elektroautos oder adaptiver Beleuchtung ausgestattet ist. 2019 hatte das nur jede dritte Metropole getan (33 %).

Intelligente Ampeln werden ebenfalls beliebter. Entsprechende Projekte, bei denen Ampeln über Sensoren oder Kameras schnell auf Veränderungen des Verkehrsaufkommens reagieren können, haben mittlerweile 47 Prozent der untersuchten Städte angestoßen (2019: 22 %).

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«