Bernard „Smarte Ampeln“ für sicheren Fußgängerverkehr

Von Marie-Madeleine Aust

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Die Bernard-Gruppe ist an der Entwicklung von neuartigen Lichtsignalanlagen auf KI-Basis beteiligt. Die Testphase startet in Füssen.

In Füssen testen die Unternehmen an zwei Standorten, um verschiedene Szenarien abdecken zu können.
In Füssen testen die Unternehmen an zwei Standorten, um verschiedene Szenarien abdecken zu können.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Das Familienunternehmen für Ingenieurdienstleistungen entwickelt gemeinsam mit der Net digital AG und dem Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen „smarte Fußgängerampeln“.

Der von der Bernard Gruppe entwickelte „Mobility Analyser“.
Der von der Bernard Gruppe entwickelte „Mobility Analyser“.
(Bild: Bernard Gruppe)

Laut einer aktuellen Pressemitteilung sollen diese den Verkehrsfluss mittels flexibler Ampelschaltungen verbessern, die Wartezeiten verringern und vor allem die Sicherheit von Verkehrsteilnehmer erhöhen.

Im Frühjahr 2022 hat die Zusammenarbeit der Unternehmen begonnen, aktuell ist das Projekt für die erste Testphase in Füssen bereit. Hier wird an zwei Standorten mit erhöhtem Personenaufkommen getestet, um verschiedene Szenarien abdecken zu können.

Anonyme Erfassung der Verkehrsteilnehmer

Laut Mitteilung konzentriert sich die Bernard Gruppe auf die Installation und den Einsatz des vom Unternehmen entwickelten Kamerasystems namens „Mobility Analyser“. Dieses durch KI unterstützte System erfasst die Verkehrsteilnehmer während der Testphase anonym. Die erhaltenen Daten werden schließlich in das Steuergerät der Ampeln eingebunden, wodurch eine Beeinflussung der Rot-Grün-Phase möglich wird.

Das System erfasst die Verkehrsteilnehmer anonym.
Das System erfasst die Verkehrsteilnehmer anonym.
(Bild: Bernard Gruppe)

„In der Testphase zeichnet der Algorithmus auf, wie er in einer jeweiligen Situation reagieren beziehungsweise die Lichtsignalanlage schalten würde. Dies wird im Anschluss validiert, um die Zuverlässigkeit zu prüfen“, führt Stefan Schwarz, CTO der Bernard Gruppe, weiter aus.

Erhöhte Verkehrssicherheit für den Personenverkehr

Zusätzlich soll bei der Ampelsteuerung gezielt auf den Schutz von Personen Rücksicht genommen werden. Aufgrund von bestimmten Merkmalen wie der Gehgeschwindigkeit erkennt das System, ob Personen längere Zeit zum Queren der Straße benötigen und verlängert die Grünphasen entsprechend. Auch auf unerwartete Ereignisse wie etwa einen Sturz soll die Ampel spontan reagieren können.

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